Stuttgarter Kickers gegen Offenbach

Mit Selbstvertrauen ins Schlagerspiel

Die Stuttgarter Kickers gehen nach drei ungeschlagenen Spielen in Serie mit Mut, aber ohne den gesperrten Sebastian Müller ins Topspiel gegen Kickers Offenbach. Knapp 5000 Tickets sind weg.

Mit Selbstvertrauen ins Schlagerspiel

Wie gegen den SSV Ulm 1846 wollen die Stuttgarter Kickers vor vollem Haus auch gegen Kickers Offenbach jubeln, Melkamu Frauendorf (li.) und Sebastian Müller, der gegen den OFC allerdings gesperrt fehlt.

Von Jürgen Frey

Es war ein Spiel am Freitagabend unter Flutlicht. Es ging vor vollem Haus gegen einen Traditionsclub. Und es gab am 7. August 2026 einen Sieg. Ähnlich wie bei diesem stimmungsvollen 4:2 gegen den SSV Ulm 1846 vor 10 500 Zuschauern am ersten Regionalliga-Spieltag stellen sich die Stuttgarter Kickers auch diesen Freitagabend vor – wenn um 19 Uhr im  Gazi-Stadion auf der Waldau das Schlagerspiel gegen Kickers Offenbach angepfiffen wird.

Knapp 5000 Tickets sind für das Duell Dritter gegen Zweiter weg und die Vorfreude ist riesig. Auch beim Präsidenten: „Solche Duelle gehören zu den absoluten Höhepunkten einer Saison“, sagt Rainer Lorz, der ein positives Zwischenfazit zieht: „Alles läuft sehr zufriedenstellend. Das, was wir uns vorgenommen haben, wird umgesetzt: Wir spielen physischer, leidenschaftlicher und haben uns vor allem auch auswärts weiterentwickelt.“

Herzblut, Laufbereitschaft, Intensität und Teamspirit stimmen bei den Blauen. Luft nach oben gibt es nach wie vor, wenn es darum geht, die Bälle sauber zu verarbeiten und präzise ins letzte Drittel zu passen.

Was den Kader mit Blick auf das Spiel gegen den OFC betrifft, gab es in dieser Woche ein paar kranke Spieler, zudem plagten Melkamu Frauendorf Adduktorenprobleme. Doch Trainer Holger Bachthaler hofft, dass alle rechtzeitig fit werden. Definitiv nicht am Ball sein kann Sebastian Müller nach seiner Roten Karte beim 2:2 beim SGV Heilbronn-Freiberg. Der offensive Mittelfeldspieler kam nach seinem Schubser gegen Paul Polauke mit einem Spiel Sperre davon. Der Ex-Kickers-Innenverteidiger muss zwei Partien pausieren.

Wer Müller ersetzt, ließ Bachthaler noch offen. Erster Kandidat dürfte Christian Mauersberger sein, auch ein Einsatz von David Stojak (offensive Variante) oder Ben Luca Fisher (defensive Variante) von Beginn an wäre grundsätzlich denkbar. Eventuell wird auch die Grundordnung verändert.

Dass die Blauen mit einem Sieg zumindest bis Samstag Nachmittag Tabellenführer wären, besitzt für Bachthaler „keine Relevanz“. Der Kickers-Coach weiß aber: „Die Aufgabe wird brutal schwer, weil der OFC enorme Qualität besitzt und fußballerisch sehr gut ist.“

Zu den Stammkräften der Hessen gehört der beim VfB Stuttgart ausgebildete Bastian Frölich. In der vergangenen Saison konnte der Neuzugang mit dem 1.  Göppinger SV den Abstieg in die Verbandsliga nicht verhindern. Nun blüht der 26-Jährige am Bieberer Berg auf, ist fester Bestandteil der Abwehr und spielte in allen neun Punktspielen bisher 90 Minuten durch.