Ließ sich feiern: Der neue demokratische Senator in Texas, James Talarico.
Von Andreas Schröder
Die Zwischenwahlen in den USA am Dienstag, 3. November, waren ein wichtiger Stimmungstest für den US‑Präsidenten Donald Trump – und sie wurden für ihn und seine Republikaner zu einer historischen Schlappe. Die Midterms finden alle zwei Jahre statt, nach der Hälfte der vierjährigen Amtszeit des US‑Präsidenten. Gewählt werden die Abgeordneten des Repräsentantenhauses und etwa ein Drittel des Senats. Diese beiden Kammern bilden den Kongress, das US-Parlament.
Durch die Mehrheit der Republikaner in beiden Kammern konnte Trump bisher seine Vorhaben relativ leicht durchs Parlament bringen und damit weitgehend ungehindert regieren. Damit ist nun Schluss: Trumps schlechte Umfragewerte haben sich in den Wahlen in einer „blauen Welle“ bestätigt, die selbst optimistische Prognosen noch übertraf. Die Demokraten haben in beiden Kammern eine Mehrheit errungen. Am Morgen gratulierte Trump den Demokraten zum Wahlsieg – Befürchtungen, er werde die Wahlergebnisse nicht anerkennen, haben sich bisher nicht bestätigt. Alle Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog.