Von Stuttgart an den Bosporus: Seit seinem Wechsel vom VfB zu Besiktas ist Alexander Nübel zum starken Rückhalt seiner Mannschaft geworden. Die als leidenschaftlich bekannten Fans von Besiktas scheinen den Ex-Stuttgart ins Herz geschlossen zu haben.
Von Martin Dudenhöffer
„Nübel, Nübel, Nübel“, schallt es aus dem Fanblock von Besiktas Istanbul, als die Schwarz-Weißen den Torhüter ihres siegreichen Teams am gestrigen Donnerstagabend würdigen. Die feierliche Stimmung der mitgereisten Anhänger des türkischen Traditionsvereins in der Europa League gegen die TSG Hoffenheim am Donnerstagabend ist aber nicht nur dem 3:2-Auswärtssieg von Besiktas geschuldet, sie zeugt auch von großen Sympathien der Fans gegenüber ihres neuen Torwarts. Dieser ist kein Geringerer als der Ex-Stuttgarter Alexander Nübel.
Nübel ist angekommen bei den Anhängern von Besiktas
Dass der viermalige deutsche Nationalspieler nach guten Leistungen bereits einen Platz im Herzen der Anhänger hat, zeigt die Videosequenz von RTL nach dem Spiel von Besiktas bei Hoffenheim am Donnerstagabend. Da sind sie wieder, die beschriebenen „Nübel, Nübel, Nübel“-Sprechchöre. Alexander Nübel, bei dem einige Monate nicht feststand, wie es für ihn sportlich weitergeht, scheint die Huldigungen der schwarz-weiß gekleideten Anhänger aus dem Fanblock zu genießen.
In den vergangenen Wochen lief aber nicht alles perfekt für den 30-Jährigen: In Ligaspielen kassierte Nübel mittlerweile auch Gegentore, bei denen er nicht unbeteiligt war. Und in der Nationalmannschaft duelliert sich die langjährige Bayern-Leihgabe weiterhin mit Konkurrenten wie Marc-André ter Stegen, Jonas Urbig oder Finn Dahmen um einen Platz im DFB‑Tor. Ausgerechnet im wohl schlechtesten aller Auftritte der Nationalelf, beim 0:1 gegen Griechenland in Augsburg, stand Nübel zwischen den Pfosten. Am Gegentor trug der ehemalige Stuttgarter keine Schuld.
Der Ex-Stuttgarter bleibt als Rückhalt aber weiter gefordert. In der Süper Lig rangiert Besiktas derzeit auf Platz zwei, einen Punkt hinter Stadtrivale und Erzfeind Galatasaray. Im Europapokal stehen die Schwarz-Weißen vom Bosporus in der Gesamttabelle auf Platz vier, mit Sichtweite nach oben.