Es sind Szenen wie im Thriller, die sich in einem Flydubai-Flug abspielen. Ein Pilot sticht angeblich auf den andern ein. Passagiere berichten von Blut im Cockpit – und Panik in der Kabine.
Von Markus Brauer
Der Pilot, der bei einem gewaltsamen Zwischenfall auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv verletzt worden war, ist inzwischen nach indischen Angaben in stabilem Zustand.
Der Inder namens Smit Machchhar werde in einem Krankenhaus in der Stadt Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens behandelt und erhalte dort die notwendige medizinische Versorgung, heißt es in einer Mitteilung der indischen Botschaft in Saudi-Arabien. „Eine ausführliche Einschätzung seines Gesundheitszustands steht noch aus, nach bisherigen Angaben ist sein Zustand jedoch stabil.“ Man hoffe auf seine rasche Genesung.
Netanjahu und Modi würdigen Mut des Piloten
Nach der Gewalttat auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv hatten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der indische Premier Narendra Modi die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt.
Die Zeitung „Hindustan Times“ berichtet, Modi habe mit der Familie des Piloten telefoniert, der auf der Intensivstation behandelt werde.
Trotz schwerer Stichverletzungen hatte der indische Flugkapitän nach Angaben Netanjahus Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen.
Modi schrieb auf der Plattform X, Indien sei stolz auf den Piloten. Nach israelischen Medienberichten hatten ein israelischer Zahnarzt Erste Hilfe geleistet und die schwere Blutung nach der Attacke gestoppt. Auf einem Video war zu sehen, wie der blutüberströmte Pilot mit Atemmaske auf dem Boden lag.
Der Flug der emiratischen Gesellschaft Flydubai war am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als es zu der Auseinandersetzung im Cockpit kam. Israels Regierung geht von einem versuchten dschihadistischen Terroranschlag des aus dem Oman stammenden Copiloten aus - wichtige Fragen sind aber noch offen.