Stuttgarter Autohersteller

Porsche verkauft erneut weniger Autos – es gibt aber kleine Lichtblicke

Porsche muss auch im ersten Quartal 2026 rückläufige Absatzzahlen verzeichnen. Für etwas Hoffnung sorgen nur der deutsche Markt und ein Dauerbrenner.

Porsche verkauft erneut weniger Autos – es gibt aber kleine Lichtblicke

Die Großwetterlage hat sich bei Porsche noch einmal verschlechtert.

Von Peter Stolterfoht

Porsche muss weiter auf einer Trendwende warten. Auch unter dem neuen Chef Michael Leiters haben sich die Absatzzahlen beim Sportwagenbauer weiter verschlechtert. Im ersten Quartal konnten nur 60 991 Fahrzeuge verkauft werden. Im Vorjahr waren es noch 71 140, das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent.

„Im Bereich unserer Erwartungen“

„Nach dem Auslauf des 718 mit Verbrennungsmotor und den starken Auslieferungen des vollelektrischen Macan zum Marktstart liegen wir unter Vorjahr, insgesamt aber im Bereich unserer Erwartungen“, sagt Vertrieb- und Marketingvorstand Matthias Becker.

Nordamerika bleibt für Porsche auch im ersten Quartal die größte Vertriebsregion, die auf 18 344 Auslieferungen kommt. Dort beträgt der Rückgang elf Prozent. Ein leichten Zuwachs von vier Prozent gab es einzig auf dem deutschen Mark mit 7778 verkauften Autos. Die größten Probleme bereitet Porsche weiterhin das China-Geschäft mit nur 7519 an die Kunden übergebenen Fahrzeugen – ein Minus von 21 Prozent.

Bei den Modellreihen entfiel auf den Cayenne mit 19 183 Auslieferungen  (Minus vier Prozent) die größte Nachfrage. Dessen vollelektrische Variante kommt im Sommer auf den Markt und gilt im Konzern als Hoffnungsträger.

Der Markenkern ist gefragt

Seinen Ruf als zeitloser Klassiker hat wiederum der 911 unter Beweis gestellt. Als einziges Modell wurden von der Porsche-Ikone im ersten Quartal mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Die Stückzahl von 13 889 bedeutet einen Zuwachs von 22 Prozent. Mit dem neuen Neunelfer, der am kommenden Dienstag seine Weltpremiere feiert, betont Porsche passenderweise seinen Markenkern.

Der Sportwagen soll dann auch das europäische Geschäft ankurbeln. Außerhalb von Deutschland kam dort der Absatz zu Beginn des Jahres nämlich noch überhaupt nicht in Gang. 14 710 Verkäufe entsprechen einem Minus von zehn Prozent. Auch dort muss neben dem Neunelfer der neue E-Cayenne durchstarten, damit Porsche bald bessere Zahlen vorlegen kann.