Amos Bursary in London

Prinz William unterstützt Black History Month

Prinz William hat anlässlich des Black History Month die britische Bildungsorganisation „The Amos Bursary“ besucht.

Prinz William unterstützt Black History Month

Der britische Prinz William hält eine 3D-gedruckte Vase in der Hand, als er sich am 14. Oktober 2026 in London mit Stipendiaten und ehemaligen Stipendiaten von „The Amos Bursary“ trifft. „The Amos Bursary“ wurde 2009 von Baronin Valerie Amos und Colleen Amos gegründet und ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die leistungsstarke junge Menschen afrikanischer und karibischer Herkunft fördert.

Von Katrin Jokic

Der Prinz von Wales traf sich mit jungen Stipendiaten, ehemaligen Teilnehmern und Verantwortlichen der Organisation, um sich über ihre Erfahrungen, Zukunftspläne und die Bedeutung von Chancengleichheit auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Arbeit der gemeinnützigen Organisation „The Amos Bursary“, die talentierte junge Menschen mit afrikanischen und karibischen Wurzeln in Großbritannien auf ihrem Bildungs- und Berufsweg unterstützt. Prinz William nahm sich Zeit, mit den Stipendiaten und Alumni ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre persönlichen Ziele und Herausforderungen zu erfahren.

Dabei ging es insbesondere darum, wie gezielte Förderung, persönliche Unterstützung und starke Netzwerke jungen Menschen helfen können, ihr Potenzial auszuschöpfen. Der Besuch bot auch Gelegenheit, die Erfolge der Teilnehmer zu würdigen und auf die Bedeutung gerechter Bildungschancen aufmerksam zu machen.

„Talent gibt es überall, Chancen nicht“

Die Amos Bursary wurde mit dem Ziel gegründet, akademisch begabten jungen Menschen aus der Schwarzen britischen Community neue Perspektiven zu eröffnen. Das Förderprogramm beginnt im Alter von 16 Jahren und begleitet die Teilnehmer über einen Zeitraum von fünf Jahren – von der Oberstufe bis ins Studium.

Neben der schulischen und akademischen Entwicklung stehen persönliche und berufliche Kompetenzen im Vordergrund. Workshops, Mentoring und Kontakte zu Unternehmen sollen die jungen Menschen darauf vorbereiten, erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen oder eigene unternehmerische Ideen zu verwirklichen.

Colleen Amos OBE, Mitgründerin und Geschäftsführerin der Organisation, bringt den Grundgedanken auf den Punkt: „Talent gibt es überall, Chancen nicht.“ Genau hier setze die Arbeit der Amos Bursary an. Junge Menschen verfügten bereits über die nötigen Fähigkeiten und Begabungen. Entscheidend sei jedoch, ihnen auch die Möglichkeiten zu eröffnen, diese einzusetzen und weiterzuentwickeln.

Gemeinschaft als Schlüssel zum Erfolg

Der Besuch von Prinz William steht im Zeichen des diesjährigen Black History Month, der 2026 unter dem Motto „Honouring Our Communities“ (Unsere Gemeinschaften würdigen) begangen wird.

Für Colleen Amos passt dieses Leitmotiv besonders gut zur Philosophie ihrer Organisation. Gemeinschaft sei das Fundament der gesamten Arbeit. Im Mittelpunkt stünden zunächst die Stipendiaten und ehemaligen Teilnehmer. Doch auch Mentoren, ehrenamtliche Unterstützer sowie Partner aus Wirtschaft und Unternehmertum bildeten ein wichtiges Netzwerk.

Der regelmäßige Austausch innerhalb dieser Gemeinschaft schaffe nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch langfristige Beziehungen. Daraus entstehe ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das weit über die eigentliche Förderzeit hinausreiche.

Wie wichtig diese Verbindungen sind, wurde auch bei den Begegnungen mit dem Prinzen von Wales deutlich. In entspannter Atmosphäre tauschte sich William mit den Anwesenden aus, hörte sich ihre Erfahrungen an und zeigte sich beeindruckt von ihren Ambitionen und dem Engagement der Organisation.

Black History Month: Ein Zeichen für Anerkennung und Chancengleichheit

Der Black History Month wird in Großbritannien seit 1987 jährlich im Oktober begangen. Er würdigt die Geschichte, Leistungen und kulturellen Beiträge Schwarzer Menschen und macht zugleich auf bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten aufmerksam.

Während der Aktionsmonat in den USA und Kanada im Februar stattfindet, steht in Großbritannien traditionell der Oktober im Zeichen Schwarzer Geschichte und Kultur.

Mit seinem Besuch bei der Amos Bursary lenkt Prinz William die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Initiative, die sich für bessere Zukunftschancen junger Menschen einsetzt. Die Begegnungen mit den Stipendiaten und Alumni verdeutlichen, welchen Unterschied Bildung, individuelle Förderung und ein unterstützendes Umfeld machen können.

Die zentrale Botschaft des Besuchs: Talent allein reicht nicht immer aus, um erfolgreich zu sein. Erst wenn junge Menschen Zugang zu den richtigen Chancen, Unterstützung und Netzwerken erhalten, können sie ihr Potenzial voll entfalten.