Gut ein Jahr nach dem tödlichen Unfall an der Stadtbahnhaltestelle Olgaeck kommt der Fall vor Gericht.
Von Christine Bilger
Stuttgart - Der tödliche Unfall am Stuttgarter Olgaeck jährt sich an diesem Samstag. Ein Jahr lang haben nun alle Beteiligten auf den Tag gewartet, an dem der Fall vor Gericht geht: Am Mittwoch, 20. Mai, wird am Stuttgarter Amtsgericht verhandelt. Für den Prozess ist nur ein Tag angesetzt. Fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs stehen im Raum. Der Fahrer soll zum Zeitpunkt des Unfalls nicht fahrtüchtig gewesen sein, da er Drogen und Arzneimittel konsumiert haben soll. Rückstände davon wurden bei einer Blutuntersuchung gefunden.
Der Fahrer war von der Innenstadt kommend die Charlottenstraße hoch gefahren. Bei der Stadtbahnhaltestelle Olgaeck kam er mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab und fuhr in die dort wartenden Menschen. Acht Personen, darunter auch Kinder, wurden verletzt. Eine 46-jährige Frau starb. Für den Prozess sind neun Zeugen geladen, auch zwei Sachverständige werden aussagen. Mehrere Nebenkläger haben sich dem Verfahren angeschlossen. Aktuell rechnet man am Amtsgericht damit, dass ein Urteil am gleichen Tag fallen kann. Der Fahrer hatte sich schon direkt nach dem Unfall bei den Familien entschuldigt und sie mit einer hohen Geldsumme unterstützt.