Architekturpreis für Adapter

Renommierter Architekturpreis geht nach Stuttgart

Der Architekturpreis max40 würdigt junge Architektinnen und Architekten für ihre realisierten Bauwerke. Dieses Jahr geht er unter anderem: nach Stuttgart!

Renommierter Architekturpreis  geht nach Stuttgart

Unter den 18 gewürdigten Projekten findet sich auch dieses Tiny House – ein mit regionalen Materialien gebautes, aus einem Raum bestehendes „Kleinhaus“ von Clemens Hoyer, Sophie Kotter.

Von Tomo Pavlovic

Wohnen ist mittlerweile kompliziert. Wohnraum ist knapp und teuer, obwohl es eigentlich genügend Raum gäbe – angesichts der hohen Leerstandsquote und vieler ungenutzter Büro- und Fabrikgebäude. Der von Stuttgarter Studierenden aus den Bereichen Architektur und Städtebau initiierte Verein Adapter beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Problem und will Lösungswege aufzeigen: etwa mit der Aktivierung temporär leer stehender Raumressourcen, um neue Formen des Wohnens experimentell zu erproben und erforschen.

Eine Auszeichnung für Stuttgarter Architekten

Zu den bekanntesten Projekten von Adapter gehört das „Pionierwohnen im Neckarquartier“, also jene Wohngruppe, die zwischen Juli und Oktober 2024 eine ungenutzte Produktionshalle in der Alten Spinnerei in Wendlingen bezogen hatte. Die neun Bewohnerinnen und Bewohner wurden dabei wissenschaftlich begleitet, der Umbau erfolgte mit Hilfe eines von eigener Hand eingebauten flexiblen Raum-in-Raum-Systems des Vereins. Die Zimmer, Küchen und Bäder konnten und können rückstandslos wiederverwendeten und ohne bauliche Eingriffe entfernt werden.

Nun wird dieses Projekt mit dem begehrten „max40“-Preis ausgezeichnet – also mit dem Förderpreis für junge Architektinnen und Architekten der Landesverbände des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Zwei weitere Anerkennungen gehen an junge Büros in Baden-Württemberg, Studio Sozia sowie Schneider Hoffmann Architekten, beide Karlsruhe.

Ausstellung in Stuttgart

Die Ausstellung, in der vom 27. Februar an im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main die prämierten Arbeiten zeigt, wird dann im Anschluss zeitnah im BDA-Wechselraum in Stuttgart präsentiert.

Renommierter Architekturpreis  geht nach Stuttgart

Sieben Hauptpreise wurden bei „Max40“ vergeben. Einer ging an ADAPTER e.V. aus Stuttgart – Christiana Weiß, Paul Vogt, Elif Kälberer – für „Pionierwohnen im Neckarspinnerei Quartier (NQ)“ in Wendlingen am Neckar.

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Preis: Maximilian Hartinger Architekt: „Haus mit gehobenem Dach“, Tiefenbach (bei Passau).

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Preis: Architekturbuero eder – Lena Maria Eder, Benjamin Eder für den „Umbau eines 60er-Jahre-Hauses“ in Gauting.

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Preis: Tim Mahn Architekt: „Das Bedürfnis Projektraum in ehemaliger Bedürfnisanstalt“, in Halle (Saale).

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Preis: Ideenschmiede lnes Streit, Dominik Marx für – „Föhringsmühle“, Umbau einer Scheune in Dudeldorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz).

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Preis: etal. ArchitektInnen Gesche Bengtsson, Elena Masla, Zora Syren für „Das robuste Haus – Mehrgenerationenhaus Görzer Straße“ in München.

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Preis: Ebenfalls in München: Kollektiv A – Benedict Esche, Lionel Esche – für den „Kulturdachgarten“.

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Zwei von elf Anerkennung gingen nach Baden-Württemberg: Schneider Hoffmann Architekten aus Karlsruhe – Lisa Schneider, Peter Hoffmann für das Projekt „50 für 4 – Ferienhaus“, Kraichgau.

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Anerkennung: STUDIO SOZIA aus Karlsruhe – Lisa Häberle, Valerio Calavetta für „TINA“, ein flexibles Büro- und Wohngebäude in Breisach am Rhein.

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Anerkennung: Clemens Hoyer, Sophie Kotter für ihr „Kleinhaus“, Eichstätt in Bayern mit Holz – und Baum.

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Anerkennungen für Wohnbauten gab es auch für andere Regionen: Florian Voigt: „Waldhaus“,Tellerhäuser im sächsischen Erzgebirge.

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Anerkennung: Noch mehr Holz, ebenfalls in Sachsen: FRIDA ARCHITEKTEN Tobias Maisch – Walderlebniszentrum Leupoldishain in Königstein (Sächsische Schweiz).

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Anerkennung auch fürs Ausland: CURA Architekten – Otto Closs, Marc Ritz: Schulzentrum in Davos Platz, Schweiz.