Fließt jetzt EU-Geld?

Selenskyj verkündet Reparatur der „Druschba“-Pipeline

Fast drei Monate floss nach einem russischen Drohnenangriff kein Erdöl von Russland über die Ukraine in die EU-Staaten Slowakei und Ungarn. Nun schließt Kiew die Reparaturen ab.

Selenskyj verkündet Reparatur der „Druschba“-Pipeline

Die Ölpipeline kann laut Selenskyj ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Von red/dpa

Kurz vor Beratungen über ein weiteres Darlehen für die Ukraine hat Kiew die Reparatur der Erdölleitung „Druschba“ (Freundschaft) aus Russland in die Europäische Union verkündet. „Die Ölpipeline kann ihren Betrieb wieder aufnehmen“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Kiew erwarte nun die Freigabe von blockierten EU-Mitteln. 

Ende Januar hatte eine russische Drohne im westukrainischen Brody nach ukrainischen Angaben Anlagen der Pipeline beschädigt. Infolgedessen wurde der Transit russischen Erdöls über die Ukraine in die Slowakei und Ungarn unterbrochen. Die beiden Nachbarstaaten der Ukraine bezweifelten die Darstellung von Kiew zu den Schäden an der Erdölleitung und forderten eine unabhängige Inspektion. Beide Länder stellten ihre Diesellieferungen an die Ukraine ein. 

Budapest blockierte außerdem die Zahlung einer ersten Tranche eines im Dezember zugesagten EU-Kredits von insgesamt 90 Milliarden Euro. Ungarn hatte allerdings angekündigt sein Veto zurückzuziehen, wenn es wieder russisches Öl über die in der Ukraine beschädigte Druschba-Pipeline bekommt. Am Mittwoch könnte die EU eine Entscheidung über ein weiteres Unterstützungsdarlehen für die Ukraine treffen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.