Die Ludwigsburger Volleyballer gewinnen das zweite Play-off-Viertelfinale nach einer überragenden Leistung gegen den VfB Friedrichshafen 3:1 – und wollen nun den ganz großen Coup.
Libero Jeffrey Klok und die Ludwigsburger Volleyballer sind in den Play-offs weiter im Spiel.
Von Jochen Klingovsky
Die Barock Volleys MTV Ludwigsburg waren die große Überraschung der Bundesliga-Hauptrunde – danach nahm sich der Tabellensechste vor, auch in den Play-offs als Favoritenschreck von sich reden zu machen. Dies, das lässt sich jetzt schon sagen, ist besser gelungen, als es zu erwarten war. „Es ist das beste Spiel gewesen, das jemals hier in Ludwigsburg stattgefunden hat“, sagte Sportdirektor Michael Dornheim nach dem 3:1-Sieg (25:21, 25:18, 22:25, 25:23) gegen den VfB Friedrichshafen, mit dem die Barock Volleys eine entscheidende dritte Partie am Mittwoch (19 Uhr) am Bodensee erzwangen, „dort haben wir zwar noch nie einen Satz gewonnen. Aber irgendwann muss der Moment ja kommen, um dies zu ändern.“
Am Samstagabend zeigten die Ludwigsburger eine herausragende Leistung in Block und Feldabwehr, überzeugten aber auch mit ihrer Angriffsqualität. Den ersten Durchgang sicherten sie sich mit 25:21, im zweiten Satz war gegen den Drittplatzierten der Hauptrunde schon fast ein Klassenunterschied zu sehen. Die Gastgeber setzten sich vor den 1312 Zuschauern, die sie frenetisch anfeuerten, auf 19:10 ab, am Ende hieß es 25:18. Anschließend hätten die Barock Volleys den Erfolg schon perfekt machen können, sie verspielten im dritten Satz aber eine 18:15-Führung, nach dem 22:22 machte der VfB drei Punkte im Folge.
Jetzt kommt es auf den Mut in Friedrichshafen an
Wer nun gedacht hätte, die Ludwigsburger hätten womöglich mit ihren Nerven zu kämpfen, wurde eines Besseren belehrt. Nach dem 10:12 drehten die Gastgeber den vierten Satz und gewannen die Partie nach einem Friedrichshafener Aufschlagfehler mit 25:23. „Wir wollten beweisen, dass der Heimsieg gegen Friedrichshafen in der Hauptrunde keine Eintagsfliege war“, sagte Mittelblocker Jan Huber, der als bester Akteur des Spiels ausgezeichnet wurde, „jetzt müssen wir in Friedrichshafen genauso mutig sein.“ Um den VfB ein letztes Mal zu ärgern.