Seit gut vier Wochen können Gläubiger ihre Ansprüche gegen den ELF-Meister geltend machen – bisher gingen bei Insolvenzverwalter Sebastian Mielke erst wenige Forderungen ein.
Die Helme gehören zu den Besitztümern von Stuttgart Surge.
Von Jochen Klingovsky
Knapp fünf Monate liegt der Triumph von Stuttgart Surge im Finale der European League of Football (ELF) zurück, mittlerweile gibt es das Erfolgsteam nicht mehr. Die Betreibergesellschaft musste Insolvenz anmelden, seit gut vier Wochen läuft das Verfahren.
Bei Insolvenzverwalter Sebastian Mielke, Anwalt in der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler, können die Surge-Gläubiger noch bis Mitte März ihre Ansprüche geltend machen, bisher gingen allerdings erst wenige Forderungen ein. Theoretisch könnte sich der Schuldenberg laut der Hochrechnung von Mielke auf eine „höhere sechsstellige Zahl“ summieren. Die exakte Größenordnung sei derzeit jedoch noch nicht absehbar – sie hängt letztlich auch davon ab, wie die Gläubiger ihre Chance einschätzen, überhaupt an Geld zu kommen. Gut möglich, dass sich viele erst gar nicht melden.
Denn den Forderungen gegenüber steht der Surge-Besitz, der theoretisch veräußert werden kann. Für Helme, Schulterpolster und andere Ausrüstungsgegenstände können Anfragen gestellt werden – wie auch für die Marke Stuttgart Surge. „Es gibt bereits mehrere Interessenten“, sagt der Insolvenzverwalter, „mir liegen einige unverbindliche Angebote vor.“ Näheres? Gibt es auch zu diesem Thema frühestens Mitte März. „Bis dahin“, erklärt Sebastian Mielke, „geht das Insolvenzverfahren seinen ganz normalen Gang.“