Stabiler und reifer

Trainer Marco Wildersinn nimmt die Euphorie nach dem Pokalsieg wahr – jetzt wollen die Stuttgarter Kickers den Schwung mitnehmen.

Stabiler und reifer

Engagiert: Trainer Marco Wildersinn

Von Jürgen Frey

Stuttgart - Die Spieler der Stuttgarter Kickers hatten viel investiert. Das umjubelte 3:1 im WFV-Pokal-Viertelfinale gegen den SGV Freiberg war ein Kraftakt, der jede Menge Körner kostete. Deshalb gab es am Mittwoch frei, am Donnerstag stand Regenerationstraining auf dem Programm – nun soll am Ende der Englischen Woche an diesem Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) mit frischen Kräften gegen den KSV Hessen Kassel die Serie fortgesetzt werden. „Bis auf ein paar Wehwehchen sind alle so weit fit. Wir wollen genauso weitermachen wie zuletzt“, sagt Trainer Marco Wildersinn.

Der Chefcoach räumt ein, dass er und die Mannschaft die Euphorie rund um die Blauen durchaus wahrnehmen. Die fünf Siege aus den vergangenen sechs Pflichtspielen haben die Stimmung intern wie extern deutlich ansteigen lassen. Auffallend in diesem Jahr: Die Kickers lassen sich durch Rückschläge im Spiel nicht mehr aus der Bahn werfen. Im Heimspiel gegen den TSV Steinbach Haiger (4:1) steckte das Team den 1:1-Ausgleich weg, beim SC Freiburg II (3:1) kippte die Partie nach dem 1:2-Anschlusstreffer des SC nicht, und auch gegen Freiberg blieb der 0:1-Rückstand ohne Folgen.

„Die gemeinsamen Erfahrungen haben uns stabiler und reifer gemacht“, sagt Wildersinn. Jetzt also soll der Aufwärtstrend in den Heimspielen gegen Kassel und Alzenau (28. März, 14 Uhr) bestätigt werden. Wildersinn wird die Anfangself ändern, auch mit Blick auf die Belastungssteuerung. Marlon Faß wird wohl für Samuel Unsöld im Sturm starten. Auch Milan Petrovic hat gute Einsatzchancen. Nico Blank, Nico Fundel und Maximilian Zaiser brennen ebenfalls auf ihre Chance gegen den KSV Hessen, bei dem Ex-VfB-Profi Sercan Sararer (36) 18 Monate nach seinem Kreuzbandriss zuletzt sein Comeback feierte.