Die Südwest-CDU hat bei einem Parteitag in Korntal-Münchingen den Koalitionsvertrag bestätigt. Die Partei hatte wochenlang mit den Grünen verhandelt.
Manuel Hagel beim CDU-Parteitag: Die Delegierten stimmen für den Koalitionsvertrag.
Von jbr/dpa/lsw
Die Südwest-CDU gibt grünes Licht für eine Neuauflage der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg. Die Delegierten stimmten bei einem Parteitag in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) dem Koalitionsvertrag zu. Die Zustimmung erfolgte per Handheben, ein Delegierter enthielt sich.
CDU-Landeschef Manuel Hagel hatte zuvor bei seiner Partei für das Vertragswerk und die Zusammenarbeit mit den Grünen geworben. Man habe hart gerungen mit Grünen, auch mal gestritten, sagte er. „Wir werden koalieren, aber nicht fusionieren.“
Gleiche Fragen, unterschiedliche Perspektiven
Grüne und CDU blickten auf die gleichen Fragen mit unterschiedlichen Perspektiven. Aus Unterschieden könne etwas Neues, Gemeinsames geschaffen werden, sagte Hagel. Hagel sprach von einer Koalition auf Augenhöhe. Es gehe nicht um Grüne oder Schwarze, sondern zuerst um Baden-Württemberg.
Die beiden Parteien hatten sich in wochenlangen und teils zähen Verhandlungen auf ein gemeinsames Regierungsprogramm für die kommenden fünf Jahre geeinigt. Das Vertragswerk ist mehr als 160 Seiten dick und beinhaltet unter anderem ein kostenloses und verpflichtendes letztes Kindergartenjahr und einen Abbau von Bürokratie für Unternehmen.
Viel davon habe die CDU im Wahlkampf versprochen, sagte Hagel - und nun eingehalten. Am 13. Mai soll im Landtag Cem Özdemir (Grüne) zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden.