Dieses Archivfoto vom 7. Juni 2012 zeigt Tom Skerritt bei der Verleihung des AFI Life Achievement Award zu Ehren von Shirley MacLaine in Culver City, Kalifornien. (zu dpa: ««Top Gun»-Darsteller Tom Skerritt mit 93 Jahren gestorben»)
Er war durch Filme wie „Top Gun“, „Alien“ und „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ bekannt: Nach sechs Jahrzehnten vor Film- und Fernsehkameras ist der US-Schauspieler Tom Skerritt mit 93 Jahren gestorben. Der fünffache Vater starb eines natürlichen Todes, wie seine Familie mitteilte.
Skerritt wurde 1933 in Detroit im US-Bundesstaat Michigan geboren und begann seine Schauspielkarriere in den 60er Jahren. Sein Filmdebüt gab er 1962 an der Seite von Robert Redford in dem Kriegsfilm „Hinter feindlichen Linien“. Regisseur Robert Altman holte ihn 1970 zusammen mit Donald Sutherland für die preisgekrönte Kriegs-Farce „MASH“ vor die Kamera.
Blockbuster und Drama-Rollen
In dem Science-Fiction-Klassiker „Alien“ (1979) spielte Skerritt den Raumschiffkapitän Dallas, in „Top Gun“ (1986) verkörperte er an der Seite von Tom Cruise Commander Mike „Viper“ Metcalf. In dem Drama „Magnolien aus Stahl“ (1989) spielte er zusammen mit Sally Field das Elternpaar einer todkranken Tochter, die von Julia Roberts dargestellt wurde.
Oscar-Preisträgerin Roberts (58, „Erin Brockovich») zollte ihrem Filmvater auf Instagram tiefste Anerkennung. Skerritt sei „ein leuchtendes Vorbild eines sanftmütigen Mannes“, schrieb sie zu einem gemeinsamen Foto - versehen mit einem gebrochenen Herz als Emoji.
Unter der Regie von Robert Redford übernahm Skerritt in dem Drama „Aus der Mitte entspringt ein Fluß“ (1992, „A River Runs Through It») die Rolle eines Geistlichen in den 1920er Jahren im ländlichen Montana, der seine beiden Söhne streng erzieht. Brad Pitt trat darin in einer seiner ersten Hauptrollen als der rebellische Sohn Paul auf. Der Film sei eines seiner „absoluten Lieblingsprojekte“, schrieb Skerritt 2022 auf Instagram zum 30-jährigen Jubiläum des Streifens.
Der deutsche Regisseur Tom Tykwer holte Skerritt 2014 in einer Nebenrolle für „Ein Hologramm für den König“ vor die Kamera. Skerritts letztes Filmprojekt war das 2021 erschienene Drama „East of the Mountains“.
Karriere mit Emmy-Auszeichnung gekrönt
Der Schauspieler wirkte in seiner langen Laufbahn auch in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Den größten Erfolg hatte er mit der Rolle des kauzigen Sheriffs Jimmy Brock in der Drama-Serie „Picket Fences“, die in den USA von 1992 bis 1996 lief. Schauspielerin Lauren Holly, die in der Serie seine Helferin spielte, schrieb auf Instagram, Skerritt sei von allen geliebt und respektiert worden und zusammen hätten sie viel gelacht.
Die Rolle brachte Skerritt 1993 einen Emmy als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie ein. Im folgenden Jahr wurde er ein weiteres Mal für den begehrten Fernseh-Preis nominiert.
In der Mitteilung seiner Familie hieß es, Skerritt hätten Vorstellungskraft, Kreativität, Natur und das Erzählen von Geschichten zutiefst am Herzen gelegen. Während er der Welt als herausragender Schauspieler im Gedächtnis bleibe, würden ihn seine engsten Angehörigen für seinen Humor, seine Neugier, Weisheit und Großzügigkeit in Erinnerung behalten.