Chat mit Fake-Bank

Über 100.000 Euro per SMS erbeutet

Im Glauben, mit einem Mitarbeiter eines Finanzdienstleisters zu chatten, überweist ein Mann aus Friedrichshafen 110.000 Euro an ausländische Konten.

Über 100.000 Euro per SMS erbeutet

Beim sogenannten „SMS-Spoofing“ wird eine Textnachricht so manipuliert, dass es wirkt, als käme sie von einer vertrauenswürdigen Quelle. Mit eben dieser Masche haben Betrüger einen Mann aus Friedrichshafen um mehr als 100.000 Euro erleichtert.

Von Julian Ettema

Betrüger haben am Mittwochabend einen Mann mit der Masche des sogenannten „SMS-Spoofings“ um eine sechsstellige Summe gebracht. Dabei wird die Absenderkennung, also der Name oder die Telefonnummer, einer Textnachricht verändert, damit es so wirkt, als stamme die SMS von einer vertrauenswürdigen Quelle.

Wie die Polizei mitteilt, schickten die Täter dem Geschädigten eine manipulierte Nachricht, die sich nahtlos in einen bestehenden Chatverlauf eines Finanzdienstleisters einreihte. Darin forderten sie ihn auf, sein Geld „in Sicherheit zu bringen“. Der Täuschungsversuch war erfolgreich. Da er glaubte, mit einem echten Mitarbeiter der Bank zu chatten, veranlasste der Mann vier aufeinanderfolgende Online-Überweisungen.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Insgesamt sendete der Geschädigte über 110.000 Euro auf unterschiedliche niederländische Konten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche: Banken oder Finanzdienstleister fordern niemals per SMS oder Telefon dazu auf, Geld auf fremde Konten zu transferieren.