EY

Umsatz wächst trotz Wirecard-Sanktionen leicht

Trotz Umbau hat EY in Deutschland etwas mehr Umsatz erwirtschaftet. Der Wirtschaftsprüfer kämpft aber noch mit den Folgen des Wirecard-Skandals.

Umsatz wächst trotz Wirecard-Sanktionen leicht

In Stuttgart hat EY seinen Sitz am Flughafen.

Von red/dpa/lsw

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY ist im Geschäftsjahr 2024/25 in Deutschland leicht gewachsen. Der Umsatz lag bei rund 2,7 Milliarden Euro – und damit 2,3 Prozent höher als im Vorjahr, teilte EY in Stuttgart mit. Umsatzstärkster Bereich war die Steuerberatung, gefolgt von Consulting und Wirtschaftsprüfung. Das EY-Geschäftsjahr dauert von Juli bis Ende Juni des Folgejahres. Zum Gewinn macht die Gesellschaft keine Angaben. 

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von EY in Deutschland, Henrik Ahlers, verwies unter anderem auf ein herausforderndes Marktumfeld mit schwacher Konjunktur und geopolitischen Risiken. Die Umstrukturierung des Geschäfts habe bereits zu leichten Wachstumsimpulsen geführt. Dämpfend gewesen sei hingegen die weitere Trennung von unprofitablem Geschäft.

Der lange Schatten des Wirecard-Skandals

Umsatz gekostet hat demnach außerdem, dass EY bis März 2026 keine neuen Prüfungsmandate bei Unternehmen von öffentlichem Interesse in Deutschland annehmen darf. Das liegt an Sanktionen, die die Abschlussprüferaufsicht im Zuge des Wirecard-Skandals verhängt hatte. EY hatte die mutmaßlich gefälschten Bilanzen des früheren Dax-Konzerns über Jahre hinweg bestätigt. 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnete Ahlers mit einer besseren Entwicklung: „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Wachstum im laufenden Geschäftsjahr steigern können. Und besonders erfreulich ist, dass der Allianz Konzern beschlossen hat, EY auf der kommenden Hauptversammlung als neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2027 vorzuschlagen.“