Razzia in Sachsen-Anhalt

Verdacht auf Waffenverstoß – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Politiker

Bei einer Durchsuchung im Umfeld der verbotenen Neonazisekte „Artgemeinschaft“ stießen Ermittler auf Waffen. Nun steht ein Landtagsabgeordneter zusätzlich wegen Waffendelikten im Fokus.

Verdacht auf Waffenverstoß – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Politiker

Gegen den AfD-Politiker laufen demnach bereits Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Halle in Sachsen-Anhalt ermittelt einem Bericht zufolge gegen einen AfD-Landtagsabgeordneten nun auch wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Justizbehörde bestätigte dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) nach Angaben vom Freitag, dass bei einer Durchsuchung Ende August bei dem AfD-Politiker unter anderem Waffen gefunden worden waren.

Dessen Anwalt sagte dem Sender, es handle sich um zwei Luftgewehre und eine Schreckschusswaffe, die sich in einem abgeschlossenen Fach befunden und die sein Mandant auf Anforderung der Polizei unverzüglich herausgegeben habe. Die gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe weise dieser zurück.

Ermittlungen gegen AfD-Politiker wegen Waffenfunds

Gegen den AfD-Politiker laufen demnach bereits Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. Ende August ging die Polizei in mehreren Bundesländern mit Durchsuchungen gegen mutmaßliche Anhänger der verbotenen Neonazisekte Artgemeinschaft vor.

Medienberichten zufolge standen dabei unter anderem der betreffende AfD-Politiker und ein weiterer Landtagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt im Fokus der Ermittler. Wie der MDR unter Berufung auf ihren Rechtsanwalt berichtete, distanzieren sich beide von der Ideologie der Gruppierung und bestreiten, Mitglied der Artgemeinschaft gewesen zu sein.