Baden-Württemberg

„Versorgungssicherheit gefährdet“ – Apothekensterben geht weiter

Die Zahl der Apotheken im Südwesten sinkt und sinkt. Vergangenes Jahr schlossen 66 Apotheken, nur neun neue eröffneten. Das sind die Gründe für das Apothekensterben.

„Versorgungssicherheit gefährdet“ –  Apothekensterben geht weiter

Schilder wie dieses sind immer wieder an Apotheken im Land zu finden (Symbolbild).

Von red/epd

Im vergangenen Jahr haben in Baden-Württemberg 66 Apotheken geschlossen. Dem stehen nur neun Neueröffnungen gegenüber, wie die Landesapothekerkammer am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Damit sei die Gesamtzahl der Apotheken im Land auf 2.087 gesunken. Innerhalb von 15 Jahren wurde den Angaben zufolge jede vierte Apotheke dichtgemacht.

Als Hauptgrund für die Entwicklung nennt die Kammer finanzielle Schwierigkeiten. Die Vergütung für rezeptpflichtige Medikamente sei seit 13 Jahren nicht erhöht worden. Sie liege unverändert bei 8,35 Euro pro Packung. Im gleichen Zeitraum seien jedoch die Betriebs- und Personalkosten gestiegen. Der Präsident der Landesapothekerkammer, Martin Braun, sieht die Versorgungssicherheit gefährdet.

Keine Besserung in Sicht

Auch eine geplante Apothekenreform der Bundesregierung werde die finanzielle Lage nicht verbessern, sagte Braun. Zwar seien neue Aufgaben für Apotheker wichtig, so Braun: „Doch können diese nur mit einer spürbaren finanziellen Entlastung geleistet werden.“