Im oberfränkischen Strullendorf wurden am Freitagabend vier Personen tot in einer Wohnung gefunden. Bei den Toten handelt es sich um eine Familie. Was bislang bekannt ist.
Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen (Symbolbild).
Von Matthias Kapaun
Schrecklicher Fund in Oberfranken: Polizeibeamte haben am Freitagabend in einem Wohnhaus in Strullendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg die Leichen einer vierköpfigen Familie entdeckt. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Bamberg übernahmen die Ermittlungen.
Wie die Polizei berichtet, meldete sich der Vermieter der Wohnung gegen 19 Uhr über den Notruf bei der Polizei und teilte mit, dass er seine Mieter nicht erreichen könne und sich Sorgen mache. Eine Polizeistreife eilte zu dem Mehrfamilienhaus im Osten Strullendorfs. Die Beamten öffneten die versperrte Wohnung und entdeckten die Leichen der 49-jährigen Frau, des 52-jährigen Mannes sowie der beiden 14 und 6 Jahre alten Kinder.
Vater soll Familie erschossen haben
Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und der Polizei habe der 52-Jährige zunächst seine Frau, den 14-jährigen Sohn und die sechsjährige Tochter erschossen, bevor er schließlich eine Waffe gegen sich selbst richtete. Laut Polizei besaß der 52-Jährige eine waffenrechtliche Erlaubnis und war im Besitz mehrerer Schusswaffen. Anhaltspunkte für eine Beteiligung weiterer Personen an der Tat ergaben sich bislang nicht.
Neben Beamten der Kriminalpolizei waren auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Bamberg sowie ein Rechtsmediziner vor Ort, um die Hintergründe der Tat zu ermitteln.
Sie haben suizidale Gedanken? Hier wird Ihnen geholfen
Wenn Sie selbst unter Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge. Auch wenn eine nahestehende Person betroffen ist, zögern Sie nicht, die Telefonseelsorge zu kontaktieren. Telefonnummer: 0800 1110 111
Hilfe für Betroffene und Angehörige
Es ist wichtig, dass Eltern, Verwandte und Freunde besonders aufmerksam sind, wenn bei Kindern oder Jugendlichen Anzeichen von Depressionen oder Suizidgefahr auftreten. Im Jahr 2023 war Suizid die häufigste Todesursache bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren.
Auch hier gibt professionelle Hilfe:
www.deutsche-depressionshilfe.de
Info-Telefon Depression für Betroffene und Angehörige: 0800 33 44 5 33
E-Mail-Beratung für Betroffene und Angehörige: bravetogether@deutsche-depressionshilfe.de
Kinder und Jugendtelefon: 116 111 (Montag bis samstags 14 bis 20 Uhr)
Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/