Finanzmärkte

Waffenruhe im Iran treibt Börsen in Ostasien an

Die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus lässt die asiatischen Leitindizes nach oben schnellen. Südkoreas Börse musste den Handel wegen hoher Volatilität sogar vorübergehend aussetzen.

Waffenruhe im Iran treibt Börsen in Ostasien an

Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Mittwochmorgen Ortszeit stark gestiegen.

Von dpa

Seoul/Tokio/Hongkong - Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der angekündigten Waffenruhe im Iran kräftig gestiegen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) um 5,4 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi lag zum selben Zeitpunkt um 8,3 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea musste aufgrund der starken Kursbewegung sogar vorübergehend den Handel aussetzen, um die extreme Volatilität zu dämpfen. 

Der Hongkonger Hang Seng Index kletterte bis zum frühen Nachmittag Ortszeit um 2,9 Prozent nach oben. Der in Shanghai gehandelten CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, verzeichnete ein Plus von 2,8 Prozent. Der australische S&P ASX 200 beschloss den Handelstag mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent.

Die Märkte reagieren damit vor allem auf die jüngsten Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet würde. 

Der Ölpreis für ein Fass (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni ist daraufhin deutlich unter die Marke von 100 Dollar gesunken. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die zuvor praktisch geschlossene Straße von Hormus vor Iran abhängig.