Wechsel in der CDU-Führung

Waiblinger Abgeordnete Stumpp legt Amt als Vize-Generalsekretärin der CDU nieder

Die Waiblinger Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp legt ihren Posten in der CDU-Spitze nieder. Friedrich Merz besetzt die Schlüsselposition nun mit einem Vertreter aus dem Osten neu.

Waiblinger Abgeordnete Stumpp legt Amt als Vize-Generalsekretärin der CDU nieder

Erst im Februar war Stumpp von einem CDU-Bundesparteitag in ihrem Amt bestätigt worden. (Archivbild)

Die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp gibt ihr Amt ab. Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz werde den Parteigremien den Thüringer Bundestagsabgeordneten Michael Hose (41) als kommissarischen Nachfolger vorschlagen, teilte die CDU am Abend mit. Merz und Stumpp hätten „in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden“, dass die Baden-Württembergerin ihr Amt am 21. September niederlegt – also am Tag nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Mehrere Medien hatten in den vergangenen Tagen bereits über ein mögliches Ausscheiden Stumpps berichtet. „Table.Briefings“ und der Podcast „Machtwechsel“ von Robin Alexander meldeten, dass Parteichef Merz ihr den Rücktritt nahegelegt habe. Stumpp sei jedoch zunächst nicht bereit gewesen zu gehen. Sie selbst hatte am Mittwochvormittag auf X dementiert, dass sie ihren Posten aufgebe: „Das ist unzutreffend. Ich bin weiterhin stv. Generalsekretärin der CDU Deutschlands.“ Die übrige CDU-Führung hatte die Medienberichte nicht kommentiert.

Merz dankte Stumpp nun für das „vertrauensvolle Miteinander“ und erklärte, sie habe in den vergangenen vier Jahren als stellvertretende Generalsekretärin sehr gute Arbeit geleistet. „Christina Stumpp hat mit hohem persönlichem Einsatz integrativ in unsere Partei gewirkt.“ Stumpp wird von der CDU mit den Worten zitiert, sie sei Merz dankbar „für sein großes Vertrauen und die gute Zusammenarbeit“. Sie bleibt Bundestagsabgeordnete.

Umbau der CDU-Führung nach Wechsel Linnemanns

Stumpp war 2022 zur stellvertretenden Generalsekretärin gewählt worden, nachdem Merz sich im parteiinternen Rennen um den CDU-Vorsitz durchgesetzt hatte. Erst auf dem Stuttgarter Bundesparteitag im Februar war die 38-Jährige für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden.

Nach dem Wechsel von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der als Gesundheitsminister ins Kabinett aufrückte, hatte Merz die Hamburgerin Franziska Hoppermann im Juli zur neuen Generalsekretärin gemacht. Stumpp soll sich Medienberichten zufolge gegen Hoppermann als Nachfolgerin Linnemanns ausgesprochen haben. Darauf angesprochen, hatte Hoppermann damals gesagt, sie gehe ganz fest davon aus, dass sie mit Stumpp gut zusammenarbeiten werde.

Merz erklärte, bei der Neuaufstellung der Parteiführung sei es ihm ein wichtiges Anliegen, „dass wir als Partei der Deutschen Einheit West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden“. Michael Hose bringe als Abgeordneter, Lehrer und ehemaliger Schulleiter aus Erfurt wichtige Perspektiven mit, die für die Arbeit im CDU-Präsidium von großem Mehrwert seien. Hoppermann und Hose würden sich „mit ihren Biografien und Erfahrungen bestens ergänzen“.

Waiblinger Abgeordnete Stumpp legt Amt als Vize-Generalsekretärin der CDU nieder

Seit 2022 ist Christina Stumpp stellvertretende Generalsekretärin.