Zeitumstellung

Was Hunde- und Katzenbesitzer jetzt beachten sollten

Während sich viele Menschen in der Nacht auf Sonntag über eine Stunde mehr Schlaf freuen, kann die Umstellung für Hunde und Katzen gewöhnungsbedürftig sein.

Was Hunde- und Katzenbesitzer jetzt beachten sollten

Hunde und Katzen können mit der Zeitumstellung mehr Probleme haben als Menschen.

Von Katrin Jokic

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 ist es wieder so weit: Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Für Menschen bedeutet das eine Stunde mehr Schlaf. Hunde und Katzen bekommen davon allerdings erst einmal nichts mit. Sie orientieren sich vor allem an ihrem gewohnten Tagesablauf und nicht an der Uhrzeit.

Das kann am Sonntagmorgen für Überraschungen sorgen. Wer seine Katze normalerweise um 7 Uhr füttert, wird möglicherweise schon um 6 Uhr geweckt. Auch Hunde können früher unruhig werden, weil sie ihr Frühstück erwarten oder nach draußen möchten.

Die gute Nachricht: Für die meisten gesunden Haustiere ist die Zeitumstellung kein großes Problem. Trotzdem kann es sinnvoll sein, einige Gewohnheiten vorübergehend anzupassen.

Fütterungszeiten nicht abrupt verschieben

Viele Hunde und Katzen sind daran gewöhnt, täglich ungefähr zur gleichen Zeit ihr Futter zu bekommen. Durch die Umstellung auf die Winterzeit verschiebt sich diese Uhrzeit plötzlich um eine Stunde.

Tierhalter müssen ihre Vierbeiner am Sonntag aber nicht unbedingt bis zur neuen gewohnten Fütterungszeit warten lassen. Wer seinen Hund beispielsweise bisher um 7 Uhr gefüttert hat, kann ihm sein Frühstück zunächst schon um 6 Uhr Winterzeit geben. Das entspricht dem bisherigen Rhythmus des Tieres.

In den darauffolgenden Tagen lässt sich die Fütterung schrittweise um jeweils etwa 10 bis 15 Minuten nach hinten verschieben, bis die ursprüngliche Uhrzeit wieder erreicht ist.

Allerdings ist das nicht bei jedem Tier notwendig. Manche Hunde und Katzen kommen problemlos damit zurecht, wenn es ihr Futter direkt zur neuen Uhrzeit gibt.

Gassirunden an den Hund anpassen

Nicht nur beim Fressen, sondern auch bei den Spaziergängen kann sich die Zeitumstellung bemerkbar machen. Hunde, die morgens immer zur gleichen Zeit nach draußen gehen, verspüren möglicherweise schon eine Stunde früher das Bedürfnis, sich zu lösen.

Besonders bei Welpen, älteren Hunden und Tieren, die ihre Blase nicht mehr so lange kontrollieren können, sollten Halter darauf Rücksicht nehmen. Muss der Hund früher hinaus, sollte der Spaziergang nicht allein wegen der neuen Uhrzeit hinausgezögert werden.

Auch hier gilt: Die gewohnten Zeiten lassen sich in den nächsten Tagen nach und nach anpassen.

Warum Katzen am Sonntag früher wecken könnten

Katzen sind häufig besonders hartnäckig, wenn es um gewohnte Fütterungszeiten geht. Wer normalerweise morgens um 7 Uhr das Futter bereitstellt, könnte am Sonntag bereits um 6 Uhr von seiner Katze geweckt werden.

Dahinter steckt kein ungewöhnliches Verhalten. Die Katze folgt zunächst einfach ihrem bisherigen Tagesrhythmus. Tierhalter sollten deshalb geduldig bleiben und die gewohnten Abläufe bei Bedarf schrittweise verändern.

Auch feste Spiel- und Ruhezeiten können helfen, den Alltag trotz Zeitumstellung möglichst vertraut zu gestalten.

Achtung beim Gassigehen: Es wird früher dunkel

Die Zeitumstellung bringt noch eine weitere Veränderung mit sich: Am Abend wird es nach der Uhrzeit eine Stunde früher dunkel.

Gerade bei der Gassirunde nach Feierabend sollten Hundebesitzer deshalb verstärkt auf Sichtbarkeit achten. Reflektierende Leinen und Geschirre, Leuchtanhänger sowie helle oder reflektierende Kleidung können dabei helfen, im Straßenverkehr besser erkannt zu werden.

Auch Besitzer von Freigängerkatzen sollten die veränderten Lichtverhältnisse berücksichtigen. Wer seine Katze normalerweise am späten Nachmittag oder frühen Abend nach draußen lässt, sollte bedenken, dass sie nach der Umstellung möglicherweise länger im Dunkeln unterwegs ist. Besonders in der Nähe stark befahrener Straßen ist Vorsicht geboten.

Bei älteren und kranken Tieren besonders aufmerksam sein

Während gesunde Hunde und Katzen die Umstellung meist gut verkraften, können Tiere mit Erkrankungen oder einem besonders festen Tagesablauf empfindlicher reagieren.

Besondere Vorsicht gilt, wenn ein Tier regelmäßig Medikamente benötigt oder aus gesundheitlichen Gründen zu bestimmten Zeiten gefüttert werden muss. In solchen Fällen sollten Besitzer die Abläufe nicht eigenmächtig verändern, sondern die tierärztlichen Vorgaben beachten. Bei Unsicherheiten ist eine Rücksprache mit der Tierarztpraxis sinnvoll.

Gelassen bleiben: Nicht jedes Tier braucht eine Eingewöhnung

Grundsätzlich sollten Tierhalter die Zeitumstellung nicht überbewerten. Viele Hunde und Katzen passen sich ohne größere Schwierigkeiten an den neuen Tagesrhythmus an.

Wer bemerkt, dass sein Haustier früher Hunger hat, unruhig wird oder zu anderen Zeiten nach draußen möchte, kann die täglichen Abläufe vorübergehend etwas flexibler gestalten. Meist reichen wenige Tage, um wieder zur gewohnten Routine zurückzufinden.

Wichtig ist vor allem, auf die Bedürfnisse des eigenen Tieres zu achten. Schließlich weiß ein Hund nicht, dass sein Frühstück laut Uhr plötzlich eine Stunde später auf dem Programm steht.