Ein medizinischer Notfall an Bord der "Mein Schiff 1" führte zu einer außerplanmäßigen Kursänderung. Das Kreuzfahrtschiff musste in Malaga anlegen, um einem Passagier dringend benötigte Hilfe zu ermöglichen.
Ein Notfall an Bord der Mein Schiff 1 führte zu einer Kursänderung. Erfahren Sie, was passiert ist und welche Maßnahmen getroffen wurden.
Von Matthias Kemter
Am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, kam es auf der Mein Schiff 1 zu einem medizinischen Notfall, der eine kurzfristige Kursänderung erforderlich machte. Das Kreuzfahrtschiff, das sich auf einer elftägigen Reise durch Iberien und Marokko befand, legte außerplanmäßig in Malaga an, um einem Passagier die notwendige medizinische Versorgung an Land zu ermöglichen.
Medizinischer Notfall an Bord
Die "Mein Schiff 1" von TUI Cruises befand sich auf ihrer Route zwischen Lissabon und Cartagena, als am Nachmittag des 20. Mai ein medizinischer Notfall an Bord gemeldet wurde. Ursprünglich war für diesen Tag ein Seetag vorgesehen, doch die Situation erforderte schnelles Handeln.
Kursänderung nach Malaga
Die Schiffsführung entschied in Abstimmung mit den zuständigen Stellen an Land, den Kurs zu ändern und Malaga anzusteuern. Zunächst nahm das Schiff eine Ankerposition vor dem Hafen ein, während ein spanisches Rettungsboot versuchte, den Patienten zu übernehmen. Dieses Manöver scheiterte jedoch, sodass die "Mein Schiff 1" schließlich direkt an einer Pier in Malaga anlegte.
Rettung und Weiterfahrt
Dort wurde der betroffene Passagier an die Rettungskräfte übergeben, um die medizinische Versorgung an Land fortzusetzen. Nach Abschluss der Ausschiffung setzte das Kreuzfahrtschiff seine Reise fort und erreichte Cartagena am Donnerstagmorgen mit einer leichten Verspätung von etwa 30 Minuten.
Hintergründe zu medizinischen Notausschiffungen
Medizinische Notausschiffungen wie diese sind keine Seltenheit auf Kreuzfahrtschiffen. Obwohl die Bordhospitale gut ausgestattet sind, können nicht alle Krankheitsbilder über einen längeren Zeitraum an Bord behandelt werden. In solchen Fällen wird in enger Absprache zwischen dem Schiffsarzt, dem Kapitän und den Landbehörden entschieden, Patienten an Land zu bringen, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.