Reinigungstipps

Weißes Leder reinigen - 9 Tipps

Weißes Leder ist schön anzuschauen. Der Nachteil ist allerdings, dass Verschmutzungen schnell sichtbar sind. Wie Sie weißes Leder am besten reinigen, verraten wir Ihnen hier.

Weißes Leder reinigen - 9 Tipps

Erfahren Sie, wie Sie weißes Leder effektiv reinigen, hartnäckige Flecken entfernen und das Material langfristig schützen können.

Von Matthias Kemter

Ob Ledersofa, Schuhe oder Autositze - weißes Leder benötigt bei der Reinigung stets etwas mehr Aufmerksamkeit als dunkleres. Zu schnell bilden sich auf weißem Leder Verfärbungen durch Verschmutzungen. Hier die wichtigsten Tipps zur Reinigung von weißem Leder im Überblick:

1. Hartnäckige Verschmutzungen sofort reinigen

Bei hartnäckigen Flecken wie bei Wein oder Öl ist schnelles Handeln gefragt. Je zügiger Sie sich an die Reinigung machen, desto geringer sind die Chancen, dass die Verschmutzungen in das Material einziehen.

2. Bei der Reinigung stets kreisförmig vorgehen

Vor allem feuchtes Leder ist sehr empfindlich. Putzen Sie daher die betroffenen Stellen stets kreisförmig, damit keine Risse auf der Oberfläche entstehen. Wischen Sie weißes Leder nach der Reinigung mit einem Mikrofasertuch trocken.

3. Erst groben Schmutz entfernen

Abgesehen von akuten Verschmutzungen wie verschüttetem Wein oder Öl, die sofort entfernt werden müssen, sollten Sie vor der Reinigung erst groben Schmutz, wie zum Beispiel Staub, Krümel oder Verkrustungen entfernen. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel auf dem empfindlichen weißen Leder scheuern und die Reinigung wird ebenfalls erleichtert.

4. Wasserflecken

Wasserflecken hinterlassen auf weißem Leder oft einen gräulichen Schimmer. Die Reinigung ist hier recht einfach mit einem feuchten Tuch erledigt. Am besten eignet sich destilliertes Wasser zur Reinigung von Wasserflecken und leichten Verschmutzungen auf weißem Leder.

5. Verfärbtes Leder reinigen

Weißes Leder verfärbt sich besonders schnell. Die meisten Verfärbungen lassen sich mit einem feuchten Lappen abwischen. Bei hartnäckigeren Verfärbungen, wie zum Beispiel einem bläulichen Schimmer durch Jeans, hilft Neutralseife. Der pH-neutrale Reiniger ist dabei besonders schonend für die Oberfläche des weißen Leders. Benutzen Sie zur Reinigung am besten die weiche Seite eines Küchenschwammes. Alternativ können Sie auch Milch und Wasser im Verhältnis 1 zu 1 mit etwas Stärke vermischen.

6. Ledertönung

Flecken und Verfärbungen lassen sich mit den oben genannten Tipps in der Regel recht einfach von weißem Leder wieder entfernen. Sollte eine Verfärbung sich nicht oberflächlich lösen lassen, weil diese schon im Material eingezogen ist oder Kratzer bzw. Abschürfungen entstanden sind, helfen Ledertönungen. Vor dem Auftragen sollte die betroffene Stelle gereinigt werden und trocken sein.

Testen Sie die Tönung zunächst an einer unauffälligen Stelle, um zu sehen, ob die Farbe passt. Tragen Sie anschließend die Tönung mithilfe eines weichen Schwammes auf der betroffenen Stelle gleichmäßig auf und lassen Sie den Bereich gut trocknen. Gegebenenfalls ist mehrfaches Auftragen nötig. In diesem Fall können Sie die Stellen zwischendurch mit einem Föhn trocknen. Unregelmäßigkeiten beim Auftragen können mit einem Lederschleifpad ausgeglichen werden.

7. Tinte, Rotwein etc.

Wenn Sie besonders hartnäckige Flecken wie zum Beispiel Wein und Tinte entfernen möchten und diese bereits eingetrocknet sind, kann ein Lederradiergummi helfen. Dieser eignet sich auch gut für Wildleder.

8. Fettflecken

Fettflecken sind eine besondere Herausforderung bei der Reinigung. Zum einen gibt es hierfür Fettlöser, die einfach auf den Fleck aufgesprüht werden. Zum anderen eignet sich auch Reinigungsbenzin für Leder.

9. Leder pflegen und versiegeln

Wenn Sie die weiße Lederoberfläche erfolgreich gereinigt haben, kann das Leder auch versiegelt werden. So ist es besser vor Verschmutzungen geschützt und es bleibt länger geschmeidig.