Urlauber aufgepasst

Wichtige Reiseroute mitten in den Pfingstferien gesperrt

Ende Mai drohen massive Verkehrsbehinderungen auf einer beliebten Reisestrecke in Baden-Württemberg und Bayern mitten in den Pfingstferien. Alles Wichtige im Überblick.

Wichtige Reiseroute mitten in den Pfingstferien gesperrt

Am 30. Mai wird die Brennerautobahn aufgrund einer Demonstration vollständig gesperrt. Reisende müssen mit massiven Verkehrsbehinderungen rechnen. Alle Details zu Sperrungen und Umfahrungen.

Von Matthias Kemter

Die Brennerautobahn (A13) wird am Samstag, dem 30. Mai, von 11 bis 19 Uhr vollständig gesperrt. Diese Maßnahme betrifft sowohl die Autobahn als auch die parallel verlaufenden Ausweichstraßen, darunter die Brennerstraße (B182) und die Ellbögener Straße (L38). Die Tiroler Landesregierung hat diese umfassende Sperrung angeordnet, um das Verkehrschaos während einer Demonstration zu kontrollieren. Für Reisende bedeutet dies, dass der Brennerkorridor an diesem Tag nicht passierbar ist.

Die Sperrung fällt in die Pfingstferien, eine Zeit, in der traditionell viele Urlauber unterwegs sind. Laut der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag könnten rund 32.000 Fahrzeuge von der Blockade betroffen sein. Besonders Reisende aus Bayern und Baden-Württemberg, die den Brenner als Hauptverbindung nach Italien nutzen, müssen mit erheblichen Verzögerungen rechnen.

Demonstration gegen Verkehrsbelastung

Die Demonstration, die zu dieser Vollsperrung führt, wurde von Karl Mühlsteiger, dem Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, als Privatperson angemeldet. Sie richtet sich gegen die immense Verkehrsbelastung in der Region. Jährlich passieren etwa 14 Millionen Fahrzeuge die Brennerroute, was zu einer erheblichen Belastung für die Anwohner führt.

Umfahrungsmöglichkeiten und Einschränkungen

Die Tiroler Landesregierung empfiehlt, Tirol an diesem Tag großräumig zu umfahren. Alternativrouten wie der Gotthard- oder der San-Bernardino-Tunnel sowie die Tauernautobahn sind jedoch ebenfalls stark staugefährdet. Auch die Route über den Reschenpass ist aufgrund von Bauarbeiten eingeschränkt. Für Reisende, die dennoch eine Umfahrung planen, könnten je nach Ziel die Felbertauernstraße oder die Pyhrnautobahn eine Option sein. Allerdings sind auch diese Strecken an starken Reisetagen wie dem 30. Mai oft überlastet.

Die Nutzung der Alpenpässe Timmelsjoch oder Stallersattel wird nicht empfohlen, da diese Straßen steil, teilweise nur einspurig befahrbar und für Wohnmobile ungeeignet sind. Zudem gelten für schwere Fahrzeuge wie Wohnmobile und Caravans nächtliche Fahrverbote auf bestimmten Streckenabschnitten.

Baustellen und weitere Einschränkungen

Bereits vor der Vollsperrung kommt es auf der Brennerautobahn zu Verkehrsbehinderungen. Vom 4. bis 9. Mai wird die Luegbrücke aufgrund von Fahrbahnsanierungen tagsüber nur einspurig befahrbar sein. Die Hauptarbeiten finden zwar nachts statt, um den Verkehr tagsüber möglichst wenig zu beeinträchtigen, dennoch sind Staus in dieser Zeit nicht auszuschließen. Zusätzlich gelten für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter auch Caravans, nächtliche Fahrverbote zwischen den Anschlussstellen Matrei–Steinach und Brenner-Nord. Diese Maßnahmen sollen den Verkehrsfluss während der Bauarbeiten verbessern.

Fazit

Reisende, die am 30. Mai über den Brenner fahren möchten, sollten ihre Pläne überdenken. Die Vollsperrung der Brennerautobahn und der Ausweichstraßen wird zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen. Eine großräumige Umfahrung ist zwar möglich, jedoch ebenfalls staugefährdet. Die Tiroler Landesregierung rät dringend, auf nicht notwendige Autofahrten zu verzichten und alternative Reiserouten frühzeitig zu planen.