Boston Consulting Group

Zahl der Superreichen in Deutschland steigt auf 5.000

Die Zahl der Superreichen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Laut einem Bericht der Boston Consulting leben rund 5000 Menschen mit über 100 Millionen US-Dollar Vermögen im Land.

Zahl der Superreichen in Deutschland steigt auf 5.000

Die Zahl der Superreichen in Deutschland ist deutlich gestiegen (Symbolfoto).

Von red/epd

In Deutschland ist die Zahl der Superreichen deutlich gestiegen. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) lebten in Deutschland im vergangenen Jahr rund 5.000 Menschen mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 86 Millionen Euro), das waren 1.100 mehr als 2024. Sie besitzen den Angaben zufolge 27,3 Prozent des gesamten Finanzvermögens.

Millionäre einschließlich der Superreichen verfügen laut Bericht über 52,8 Prozent des Finanzvermögens. Dem gegenüber stehen rund 66 Millionen Deutsche mit einem Vermögen von unter 250.000 US-Dollar. Zusammengerechnet gehören dieser Gruppe 35,9 Prozent des gesamten Finanzvermögens im Land. Zwischen diesen beiden Gruppen stehen rund 3,2 Millionen Menschen, die jeweils 250.000 bis eine Million Dollar haben und gemeinsam 11,3 Prozent des Finanzvermögens auf sich vereinen.

Konzentration nimmt weiter zu

Bis 2030 wird der Anteil der Superreichen am deutschen Finanzvermögen laut Analyse weiter steigen. „Die Konzentration des Vermögens an der Spitze nimmt weiter zu - wer mehr hat, kann breiter streuen und in renditestärkere Anlageklassen wie Aktien oder Private Equity investieren“, erklärte Studienautor Michael Kahlich.

Das Gesamtnettovermögen der Deutschen stieg 2025 von 20,3 Billionen auf 23,3 Billionen US-Dollar. Die Finanzvermögen legten auf 12,4 Billionen US-Dollar zu (plus 17,7 Prozent), die Sachwerte - vor allem Immobilien - stiegen auf 13,4 Billionen US-Dollar. Bis 2030 prognostiziert der Report ein deutsches Nettovermögen von 27,5 Billionen US-Dollar. Die Verlagerung von Immobilien und Einlagen hin zu Wertpapieren, Fonds und Private Equity nehme zu. Das begünstige vor allem die oberen Segmente, hieß es.

Schwacher US-Dollar sorgt für Währungseffekt

Die Finanzvermögen profitierten in jüngster Zeit vor allem von steigenden Aktien- und Fondswerten. Hinzu kommt laut Bericht aber ein Währungseffekt: Der Euro wurde 2025 gegenüber dem Dollar um rund 10,4 Prozent aufgewertet, was die in US-Dollar ausgewiesenen deutschen Vermögen zusätzlich erhöhte.