Baden-Württemberg

Zahl wohnungsloser und obdachloser Menschen auf dem Höchststand

In Baden-Württemberg ist die Zahl der wohnungslosen und obdachlosen Menschen weiter angestiegen. Was die Liga der freien Wohlfahrtspflege jetzt fordert.

Zahl wohnungsloser und obdachloser Menschen auf dem Höchststand

Die Zahl obdachloser und wohnungsloser Menschen ist in Baden-Württemberg auf einem Höchststand (Symbolbild).

Von red/epd

Die Zahl wohnungsloser und von Obdachlosigkeit bedrohter Menschen in Baden-Württemberg ist weiter angestiegen. Wie die Liga der freien Wohlfahrtspflege (Liga-BW) am Dienstag mitteilte, wurde zum Stichtag Ende September 2025 mit 13.795 Hilfesuchenden ein neuer Höchststand erreicht. Das seien rund drei Prozent mehr als im Vorjahr.

„Es ist alarmierend, dass wir erneut Rekordwerte verzeichnen“, sagte Liga-Vorstand Marco Lang. Wohnungsnot sei kein Randphänomen mehr, sondern durchziehe Städte und ländliche Regionen. Sie werde für viele zum Dauerzustand, oft verbunden mit sozialen Brüchen, Krankheiten und psychischen Belastungen. Das Dunkelfeld liege höher, da nicht alle Betroffenen Hilfe suchten.

Kurz vor der Landtagswahl appelliert die Liga an die neue Regierung, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden. Entscheidend seien mehr bezahlbarer Wohnraum, soziale Bindungen und Prävention. Bisherige Förderprogramme müssten nachhaltig angepasst werden. Gleichzeitig gerate das Hilfesystem unter Kürzungsdruck: „Tagesstätten und Beratungen sind das Sicherheitsnetz, Kürzungen reißen Löcher“, warnte Lang. Wohnungsnot resultiere aus politischen Entscheidungen und sei politisch änderbar.