Das sagt der Ex-Trigema-Chef

Zehnmal den Job gewechselt? Wolfgang Grupp würde abwinken

Mehr Geld oder mehr Erfahrung? Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat klare Vorstellungen davon, wie eine Karriere beginnen sollte – und was im Lebenslauf gar nicht gut ankommt.

Zehnmal den Job gewechselt? Wolfgang Grupp würde abwinken

Wolfgang Grupp, ehemaliger Chef des Bekleidungsunternehmens Trigema, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Der langjährige Chef des Textilherstellers Trigema, Wolfgang Grupp, hält nichts von häufigem Jobwechsel. „Jemanden, der schon zehnmal die Stelle gewechselt hat, würde ich nicht einstellen“, sagte der 84 Jahre alte frühere Patriarch der Burladinger Traditionsfirma  der „Bild“-Zeitung.

Beim ersten Job sollte auch nicht allein das Gehalt entscheiden, so Grupp in dem Blatt. „Möglichst viel zu lernen, ist mehr wert als 100 Euro mehr Gehalt im Monat.“ Wissen und Erfahrung seien langfristig wichtiger als ein kleines Plus auf dem Gehaltszettel.

Grupp gilt als einer der profiliertesten und schillerndsten Kaufleute in Deutschland. Er wurde durch kultige Fernsehspots bekannt. Darin warb ein Schimpanse im weißen Hemd und mit schwarzer Krawatte – verkleidet als Nachrichtensprecher – für T-Shirts und Sweatshirts des Mittelständlers.

Trigema stellt Wäsche, Freizeit- und Sportbekleidung her und wirbt damit, zu 100 Prozent „Made in Germany“ anzubieten.

Anfang 2024 räumte Grupp den Chefposten und gab die Geschäftsführung an seinen Sohn und seine Tochter ab. Beide Kinder waren schon zuvor in der Firma tätig.