War es ein rituelles Opfer?
1400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.
© Martin Mejia/AP/dpa
Ein Archäologe hält einen Schlangenkopf aus Keramik in die Höhe, den er bei Ausgrabungen von Skelettresten an der archäologischen Stätte Huaca Pucllana gefunden hat.
Von Markus Brauer
Bei archäologischen Ausgrabungen in der peruanischen Hauptstadt Lima sind die rund 1400 Jahre alten Überreste eines möglichen Menschenopfers entdeckt worden. Der Fund wurde in der Ruinenstätte Huaca Pucllana der Lima-Kultur gemacht, die zwischen 450 und 650 n. Chr. errichtet wurde, wie das Kulturministerium des südamerikanischen Landes mitteilte.
Ein archäologisches Team fand die Überreste eines vermutlich erwachsenen Mannes. Sie sollen als Opfergabe bei der rituellen Schließung eines unterirdischen Wasserkanals deponiert worden sein, der mit einem zeremoniellen Brunnen in Verbindung steht. Die Archäologen fanden dort außerdem einen Schlangenkopf aus Keramik.
Beeindruckende Pyramide aus handgefertigten Lehmziegeln
Das Skelett sei entlang des Kanals liegend gefunden worden. Es sei in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet gewesen und habe auf der linken Seite gelegen. Der Schädel sei nach Westen gerichtet gewesen, der Blick auf die Pyramide und das Meer. Dies deute „auf eine absichtliche Anordnung im Zusammenhang mit der rituellen Einweihung des Bauwerks“ hin, teilt das Kulturministerium mit.
Die Entdeckung liefert laut den Kulturbehörden neue Erkenntnisse über die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana. Die Stätte im Viertel Miraflores ist für ihre Stufenpyramide bekannt, die aus Millionen handgefertigten Lehmziegeln besteht. (mit dpa-Agenturmaterial)
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Ein Archäologe gräbt an der Ausgrabungsstätte Huaca Pucllana Skelettreste aus.
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Von Archäologen freigelegte Skelettreste an der Ausgrabungsstätte Huaca Pucllana.
