Demirovic trauert, Jaquez feiert

Der Schweizer Luca Jaquez hat das Stuttgarter WM-Duell gegen Ermedin Demirovic (Bosnien) gewonnen.

Von Marco Seliger

Stuttgart - Des einen Freud ist des anderen Leid – diese Phrase trifft nach direkten Duellen meist zu im Sport. So war das auch, als am Donnerstagabend zwei Profis des VfB Stuttgart bei der WM, genau: im direkten Duell aufeinandertrafen.

Stürmer Ermedin Demirovic forderte mit Bosnien-Herzegowina die Schweiz mit Abwehrmann Luca Jaquez. Am Ende strahlte Jaquez – aus doppeltem Grund. Denn die Schweiz hat nach dem 4:1-Erfolg nun vier Punkte aus zwei Spielen und beste Chancen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale. Obendrein feierte Jaquez gegen Bosnien noch sein WM-Debüt, wenn auch nicht allzu lange: Der Innenverteidiger wurde nach 86 Minuten eingewechselt.

Da wiederum stand Demirovic nicht mehr auf dem Platz. Denn der Offensivmann wurde eine Minute zuvor ausgewechselt. Wirklich überzeugt hatte der VfB-Profi in seiner Spielzeit gegen die Schweizer nicht. Kein Torschuss, nur 20 Ballkontakte und eine Zweikampfquote von 25 Prozent sprechen eine klare Sprache.

Demirovic war kaum ins Spiel integriert, was aber auch am dürftigen Offensivauftritt der Bosnier im Gesamten lag. Kaum bekam Demirovic mal einen brauchbaren Pass oder eine gute Flanke serviert. Wie immer gab der Angreifer Vollgas und zeigte sich extrem engagiert. Allein: es brachte nicht viel.

Bosnien steht nun nach einem Punkt aus den ersten beiden Gruppenspielen in der letzten Partie gegen Katar unter großem Druck. Ein Sieg ist Pflicht, wenn das Team von Trainer Sergej Barbarez das Aus noch verhindern will.

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Erstellt:
19. Juni 2026, 22:10 Uhr
Aktualisiert:
19. Juni 2026, 23:55 Uhr

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