Beteiligung für Aktionäre

Fast 1 Milliarde Euro – wann zahlt Porsche seine Dividende aus?

Porsche will seine Aktionäre trotz Gewinneinbruch am Ergebnis beteiligen. Ein Fonds-Manager kritisiert den geringen Unterschied zwischen Stamm- und Vorzugsaktien.

Für das Geschäftsjahr 2024  hatten Porsche-Aktionäre mit einer Vorzugsaktie noch 2,31 Euro Dividende erhalten. Nun werden  voraussichtlich 1,01 Euro pro Aktie ausgeschüttet.

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Für das Geschäftsjahr 2024 hatten Porsche-Aktionäre mit einer Vorzugsaktie noch 2,31 Euro Dividende erhalten. Nun werden voraussichtlich 1,01 Euro pro Aktie ausgeschüttet.

Von Veronika Kanzler

Trotz des operativen Gewinneinbruchs von Porsche um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, will der Sportwagenhersteller aus Stuttgart seine Aktionäre mit einer Dividende am Ergebnis beteiligen. Insgesamt soll dabei ein Betrag in Höhe von 915,5 Millionen Euro ausgeschüttet werden.

Für die Stammaktien, die allesamt von der Volkswagen AG und der Porsche SE gehalten werden, gibt es je glatt 1 Euro. Die Aktionäre mit Vorzugsaktien erhalten gerade mal 1 Cent mehr und kommen so pro Aktie auf 1,01 Euro. Ingo Speich von der Deka Investment hält das für zu wenig. „Der Dividendenabstand zwischen Vorzugs- und Stammaktien ist deutlich zu gering“, so der Abteilungsleiter für Nachhaltigkeit und Corporate Governance.

911 Millionen Porsche-Aktien

Insgesamt gibt es 911 Millionen Aktien der Porsche AG, die jeweils zur Hälfte in Stamm- und Vorzugsaktien aufgeteilt sind. Der Unterschied liegt im Stimmrecht. Die beiden Großaktionäre, die die Porsche-Stammaktien halten, haben bei zentralen Unternehmensentscheidungen auf der Hauptversammlung das Stimmrecht.

Vorzugsaktien haben bei Porsche kein Stimmrecht, dafür aber einen Dividendenvorteil. „Als Ausgleich für das fehlende Stimmrecht verlangen wir mehr als nur ein mickriges Prozent“, so Speich. Deshalb fordere die Deka Investment eine Änderung der Satzung, die mindestens zehn Prozent vorsieht.

Wer erhält die Dividende und wann wird sie ausgezahlt?

Auf der virtuell abgehaltenen Hauptversammlung am 23. Juni müssen die Stammaktionäre dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat noch zustimmen. Das gilt allerdings als Formsache.

Dividendenberechtigt ist, wer zum Stichtag der Hauptversammlung am 23. Juni eine Porsche-Aktie im Depot hält. Der Zeitpunkt der Auszahlung ist gesetzlich geregelt: Sie erfolgt am dritten Geschäftstag nach der Hauptversammlung. In diesem Jahr wird die Dividende also am Freitag, 26. Juni, überwiesen.

Die Porsche AG ging im September 2022 an die Börse und legte einen fulminanten Start hin. Nach nur drei Monaten stieg der Sportwagenhersteller in den deutschen Aktien-Leitindex Dax auf. Drei Jahre später allerdings, im Herbst 2025, war der Höhenflug vorbei und die Porsche AG wird seither im MDax, dem Index für mittelgroße Werte, gelistet.

Der damalige Porsche-Chef Oliver Blume betonte damals, dass der Abstieg in den MDax hauptsächlich an technischen Faktoren liege. „Die Deutsche Börse berücksichtigt bei der Zusammensetzung des Dax nach ihrem Regelwerk nur den frei handelbaren Streubesitz – und dieser ist bei der Porsche AG mit gut zwölf Prozent vergleichsweise gering“, sagte er. Im Dax messe Porsche sich also mit Unternehmen, die zwar eine geringere Marktkapitalisierung hätten, dafür aber einen deutlich höheren Streubesitz. Aber: Die Aktie der Porsche AG performte deutlich schlechter als der Dax insgesamt. Zeitweise notierte die Aktie bei 118 Euro. Beim Abstieg aus dem Dax lag der Kurs bei gut 47 Euro. Momentan liegt der Kurs bei etwa 48 Euro.

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Erstellt:
21. Juni 2026, 06:22 Uhr

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