Neue Anlage für Elefanten kommt voran
Baucontainer, Bohrpfähle und Sondierung von Weltkriegsbomben – die Arbeiten in der Wilhelma laufen, im Jahr 2030 soll alles fertig sein.
© Iris Frey
Die Baustelle der Elefantenwelt mit neuem Zufahrtstor für die Baufahrzeuge.
Von Iris Frey
Stuttgart - Es ist das Leuchtturmprojekt der Wilhelma, die neue Elefantenanlage. Und auch das größte Bauprojekt, bisher. Das Land investiert 68,5 Millionen Euro. Allein 15 Millionen Euro trägt der Förderverein der Wilhelma bei. Die Anlage soll Anfang 2030 fertiggestellt sein. In ihr sollen einmal bis zu etwa 15 Tiere leben.
Inzwischen gibt es an der Baustelle eine Zufahrt für die Baufahrzeuge und ein Gittertor. „Im nördlichen Bereich ist auf dem Baufeld der Elefantenwelt der Rückbau der Bestandsgebäude bis auf Restarbeiten abgeschlossen“, erklärt Christian Angermann von Vermögen und Bau, dem als Bauherren zuständigen Amt. Und: „Um die Baugrube herstellen zu können, ist im Norden ein Verbau als Bohrpfahlwand herzustellen.“ Mehrere Bohrpfähle sind von der Pragstraße aus schon zu sehen. Außerdem laufen Vorbereitungen für das Aufstellen der Baucontainer.
Baubegleitend gibt es stets die fachliche Begleitung, was eventuelle Rückstände von Kriegsbomben betrifft. Diese Tiefensondierungen für die Verbauarbeiten sind bereits abgeschlossen, weiß Angermann. „Es wird jetzt fortlaufend bei den Erdarbeiten eine fachliche Begleitung geben.“ So zum Beispiel für den Baugrubenaushub, den Aushub von Rohrleitungsgräben und auch später bei den Erdarbeiten in den Außenanlagen.
Weitere Begleitung durch Kampfmittelbeseitigungsdienst
Dabei betont der Bauherr, dass es sich bei den Untersuchungen um ein Standardverfahren handele. Hintergrund sei, so Angermann, dass möglicherweise Blindgänger oder andere Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt werden könnten. Deshalb ist vor vielen Bauvorhaben eine Prüfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst vorgeschrieben und üblich.
Seit Sommer 2025 laufen die Vorbereitungen für den Bau der Elefantenwelt und seitdem ist auch der Zugang zum Rosensteinpark zu und bleibt geschlossen, was Wilhelma-Besucher bemängelt haben. Die Architekten verweisen auf die neue Anlage: Da wird es im Norden einen extra Zugang geben, dieser ist an der Pragstraße verortet, in der Nähe der Stadtbahnhaltestelle.
