„Was ist Bubatz?“

Stefan Raab kreiert Rave-Lied aus der Frage von Friedrich Merz

Erinnert sich noch jemand an „Ho’ mir ma’ ne Flasche Bier“? Vor 25 Jahren montierte Stefan Raab ein Schröder-Zitat zu einem Polka-Song. Jetzt lässt er sich von Merz inspirieren: „Was ist Bubatz?“

Stefan Raab (im Foto) hat Friedrich Merz mit einem Rave-Song aufs Korn genommen. (Archivbild)

© dpa/Matthias Balk

Stefan Raab (im Foto) hat Friedrich Merz mit einem Rave-Song aufs Korn genommen. (Archivbild)

Von reb/dpa

Moderator Stefan Raab hat einen eigens für Friedrich Merz komponierten „Wahlkampfsong“ präsentiert, in dem er ein Zitat des Unions-Kanzlerkandidaten aufgegriffen hat. Merz wurde in einem Livestream gefragt, ob „Bubatz“ weiterhin legal bleiben werde. Der Begriff wird von Jugendlichen als Synonym für Cannabis verwendet. Merz konnte mit der Formulierung aber sichtlich wenig anfangen und fragte: „Was ist Bubatz?“. Für Raab, der zuletzt mehrere „Wahlkampfsongs“ für Parteien präsentiert hatte, offenbar Inspiration.

In seiner Sendung „Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab“ (RTL, RTL+) kündigte der Moderator eine „Weltpremiere“ an. „Ich mach’ was, aber mit ihm zusammen - ohne dass er es weiß“, sagte Raab über Merz.

„Das geile Zeug macht uns alle froh“

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Das Lied trägt den Titel „Rambo Zambo“, ist ein Rave-Song und baut das „Bubatz“-Zitat prominent in den Text ein. Raab liegt im Musik-Video auf einem Sessel und sagt zum Beispiel: „Das geile Zeug macht uns alle froh.“ Daraufhin der Video-Schnipsel mit der Gegenfrage: „Was ist Bubatz?“ Raab dann: „Weißt du doch, tu doch nicht so.“ Und so geht es weiter. Im Refrain sieht man wieder Merz und hört die Worte: „Hier im Haus richtig Rambo Zambo.“

Raab hatte schon in der Woche zuvor angefangen, in seiner Sendung selbst gedichtete „Wahlkampfsongs“ für verschiedene Parteien zu präsentieren, wie er die Clips nannte. Für den Inhalt sei ausschließlich er verantwortlich. In der ersten Welle hatte er sich Grünen, FDP und SPD gewidmet. Die Sendung läuft mittwochabends um 20.15 Uhr im Free-TV bei RTL, ist vorab aber schon beim Streaming-Dienst RTL+ abrufbar.

Christian Linder findet es gut

Der neue Clip ist allerdings besonders auffällig, weil er stärkere Erinnerungen an frühere Raab-Quatsch-Aktionen weckt. Im Jahr 2000 unterlegte er das Gerhard-Schröder-Zitat „Ho’ mir ma’ ne Flasche Bier, sonst streik ich hier“ mit Polkaklängen und landete damit einen Hit. Auch mit dem Thema Cannabis hat sich Raab bereits ausgiebig künstlerisch beschäftigt - etwa in seinem Lied „Gebt das Hanf frei“. Dafür wiederum nutzte er einen Ausspruch des einstigen Grünen-Politikers Hans-Christian Ströbele (1939-2022).

In Raabs Sendung war FDP-Chef Christian Lindner zu Gast und somit erster Augenzeuge der neuen Idee aus dem Raab-Kosmos. „Mir gefällt der gut“, sagte er zu dem Merz-Song. „Aber der ist stilistisch ein bisschen 2005.“

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Erstellt:
19. Februar 2025, 14:04 Uhr

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