Kryptowährungen
Warum ist der Bitcoin gefallen? - Das steckt dahinter
Der Bitcoin-Kurs ist am Donnerstag deutlich gefallen und hat einen neuen Tiefstand seit Mitte April erreicht. Was steckt hinter dem Rückgang der wichtigsten Digitalwährung?
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Der Bitcoin-Kurs ist am Donnerstag deutlich gefallen und hat einen neuen Tiefstand seit Mitte April erreicht. Die wichtigsten Hintergründe und Entwicklungen im Überblick.
Von Matthias Kemter
Am Donnerstag notierte der Bitcoin bei rund 73.000 US-Dollar und verzeichnete damit ein Minus von etwa vier Prozent gegenüber dem Wochenbeginn. Die Digitalwährung befindet sich damit in einer neuen Korrekturphase und hat wichtige Unterstützungsmarken unterschritten. Die Gründe für den Kursrückgang sind wieder einmal vielfältig und reichen von geopolitischen Unsicherheiten bis hin zu massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs.
Geopolitische Spannungen belasten den Kryptomarkt
Erneute US-Luftschläge gegen den Iran mit anschließenden Vergeltungsmaßnahmen aus Teheran haben die Hoffnung auf eine schnelle diplomatische Lösung wieder einmal verpuffen lassen. Die Kryptobörsen mussten in Folge einen herben Rückschlag einstecken. Knapp 80 Milliarden US-Dollar wurden allein in den letzten 24 Stunden liquidiert. Zusätzlich verschärften Äußerungen von US-Präsident Donald Trump die Unsicherheit, da er weitere militärische Schritte andeutete.
ETF-Abflüsse verstärken den Abwärtstrend
Neben den geopolitischen Faktoren spielten auch massive Kapitalabflüsse aus Bitcoin-ETFs eine entscheidende Rolle beim Kursrutsch. Allein am Mittwoch zogen Anleger mehr als 733 Millionen US-Dollar aus den in den USA zugelassenen Bitcoin-Spot-ETFs ab. Besonders betroffen war der Bitcoin-ETF von BlackRock, der einen der höchsten Tagesverluste seit seiner Auflage verzeichnete. Auch andere große Anbieter wie Fidelity und Grayscale meldeten deutliche Abflüsse. In den vergangenen zwei Wochen summierten sich die Rückzüge bei den ETFs auf mehr als zwei Milliarden Dollar. Durch diese Entwicklung verlor der Bitcoin die wichtige Unterstützung bei 74.000 Dollar, was die Abwärtsdynamik zusätzlich verstärkte.
Ausblick bleibt unsicher
Solange die geopolitischen Spannungen anhalten und die Kapitalabflüsse nicht nachlassen, bleibt die Kursrichtung des Bitcoin vorerst abwärtsgerichtet. Die Märkte reagieren weiterhin sensibel auf Nachrichten aus dem Nahen Osten und auf politische Statements aus den USA. Eine nachhaltige Erholung dürfte erst zu erwarten sein, wenn sich die Lage beruhigt und das Vertrauen der Anleger zurückkehrt.
