Totales Chaos bei der Bahn

Was ist der Zugfunk GSM-R?

Wegen Problemen mit dem digitalen Bahnfunk stellte die Bahn den Zugverkehr für 2 Stunden bundesweit ein. Auslöser war eine Störung des Funksystems GSM-R. Wir erklären, was sich dahinter verbirgt.

Zwei Männer sitzen am Morgen, nach dem bundesweiten Ausfall bei der Deutschen Bahn, am Hauptbahnhof München vor einem ICE-Zug. Die Störung bei der Deutschen Bahn ist nach Unternehmensangaben behoben. Der Zugverkehr läuft wieder an, es wird aber zu Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen kommen.

© Peter Kneffel/dpa

Zwei Männer sitzen am Morgen, nach dem bundesweiten Ausfall bei der Deutschen Bahn, am Hauptbahnhof München vor einem ICE-Zug. Die Störung bei der Deutschen Bahn ist nach Unternehmensangaben behoben. Der Zugverkehr läuft wieder an, es wird aber zu Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen kommen.

Von Markus Brauer/dpa

Nach der bundesweiten Störung ist der Zugverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen (24. Juni) wieder „reibungslos angelaufen“. Es komme aber noch vereinzelt zu Folgeverspätungen, teilt die Bahn mit. Sämtliche Strecken seien uneingeschränkt befahrbar, das volle Zugangebot im Regional- und Fernverkehr fahre weitestgehend planmäßig, heißt es weiter.

Bahn hält sich bedeckt

Nähere Angaben zur Ursache der Störung vom späten Dienstagabend (23. Juni) machte die Bahn nicht. Sicherheitsbehörden gehen nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet.

Eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der Bahn für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen. Kurz nach Mitternacht wurde das Problem behoben. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.

Was ist GSM-R?

Die vier Buchstaben stehen für „Global System for Mobile Communications - Railway“. „Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG“, heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn.

Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleistern.

Das System ermöglicht der DB InfraGo zufolge zum Beispiel auch einen Bahnnotruf, bei dem Bahnpersonal in einem bestimmten Bereich bei einem Notfall alarmiert werden kann. GSM-R kann auf einem großen Teil des Streckennetzes genutzt werden.

Gesamter Bahnverkehr lag lahm

Von der Störung betroffen waren nicht nur Fern- und Regionalverkehrszüge, sondern auch S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, und Bahn-Mitbewerber. In Berlin etwa war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt, ebenso in Stuttgart. Still stand außerdem der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist.

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Erstellt:
24. Juni 2026, 12:06 Uhr

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