Hunde und Hitze
Wenn der heiße Asphalt zur Gefahr für Hunde-Pfoten wird
Nicht nur Menschen machen die hohen Temperaturen zu schaffen, auch unsere Haustiere leiden unter der Hitze – vor allem die Pfoten. Wir geben Tipps, wie Tiere den Sommer gut überstehen.
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Der einfachste Test komme dabei ganz ohne Thermometer aus. Wenn Sie Ihre Hand nicht mindestens sieben Sekunden auf dem Asphalt halten können, ist der Untergrund auch für Ihren Hund zu heiß.
Von Markus Brauer
Mit den steigenden Temperaturen in Deutschland wächst auch die Gefahr für Hunde: Aufgeheizter Asphalt, überhitzte Fahrzeuge und Spaziergänge zur falschen Tageszeit führen jeden Sommer zu schmerzhaften Pfoten-Verbrennungen und lebensgefährlicher Überhitzung.
Vorsicht vor schmerzhaften Verbrennungen
Die niederländische Hunde-Accessoire-Marke ByLilo ruft Hundebesitzer deshalb zu mehr Vorsicht auf und stellt einen einfachen Selbsttest vor. „Viele Menschen wissen nicht, dass sich Asphalt an warmen Sommertagen auf weit über 50 Grad Celsius erhitzen kann“, erklärt ByLilo-Gründer Thom Mandos.
„Für Hundepfoten bedeutet das schmerzhafte Verbrennungen. Tierärzte behandeln jeden Sommer Überhitzungsfälle, die sich mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen vermeiden ließen.“
Der einfachste Test komme dabei ganz ohne Thermometer aus. „Wenn Sie Ihre Hand nicht mindestens sieben Sekunden auf dem Asphalt halten können, ist der Untergrund auch für Ihren Hund zu heiß“, erklärt Mandos.
Mit Hunden sicher durch die Hitze
Das sollten Sie laut Experten tun:
- Spaziergänge in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden
- Vor dem Gassigehen den 7-Sekunden-Asphalttest machen
- Immer frisches Trinkwasser mitnehmen
- Schatten suchen und Pausen einlegen
- Reflektierende Ausrüstung nutzen – in der Dämmerung lebenswichtig
Das sollten Sie laut Experten vermeiden:
- Den Hund nie im Auto zurücklassen – auch nicht „nur kurz“
- Keine Fahrradtouren bei extremer Hitze
- Nicht über heißen Asphalt laufen lassen
- Spaziergänge zwischen 11 und 18 Uhr meiden
Warnsignale einer Überhitzung:
- starkes Hecheln
- Trägheit
- rote Zunge
- Speicheln
- wackeliger Gang
- Erbrechen
- Dringender Tipp: Bei Notfällen immer den Tierarzt aufsuchen.
Wie man Hunde bei Hitze optimal schützt
Nicht nur Zweibeiner, auch Hunde leiden unter der sommerlichen Hitze. Haustiere müssen deshalb unbedingt vor der prallen Sonne geschützt werden und immer genug Flüssigkeit haben. Haustierbesitzer sollten folgende Tipps beachten:
Viel Flüssigkeit
- Im Gegensatz zum Menschen können sich Hund, Katze, Hamster & Co. nicht durch Schwitzen abkühlen, sondern vor allem durch Hecheln und Trinken.
- Ausreichend Flüssigkeit ist deshalb überlebenswichtig, um die Tiere vor Austrocknung und einem lebensbedrohlichen Anstieg der Körpertemperatur zu schützen.
Sonnenschutz
- Hunde sollten sich immer an ein schattiges Plätzchen zurückziehen können. Dabei ist der sich verändernde Sonnenstand im Tagesverlauf zu beachten.
- Hilfreich sind auch schattige Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher über dem Gehege.
- Hunde sollten übrigens nicht zu kurz geschoren werden, weil sie an unbehaarten Stellen Sonnenbrand bekommen können.
Hitzschlagsymptome
Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind bei einem Hund Anzeichen, dass ihm die Hitze sehr zusetzt. Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und Bewusstlosigkeit deuten auf einen Hitzschlag hin.
Durchzug vermeiden
Hunde brauchen bei Hitze frische Luft, allerdings sollten sie nicht im Durchzug stehen. Denn was den Menschen die heißen Temperaturen erträglicher macht, kann bei Vierbeinern folgenschwere Erkrankungen nach sich ziehen.
Spaziergänge verschieben
Bei großer Hitze sollte das Gassigehen in die kühleren Morgen- und Abendstunden sowie möglichst in schattige Parks oder Waldgebiete verlegt werden. Gleiches gilt für Ausritte mit dem Pferd.
Nicht im Auto zurücklassen
Hunde solltenNIE im Auto zurückgelassen werden, während Herrchen oder Frauchen einkaufen oder Eis essen gehen. Denn die hohen Temperaturen verwandeln den Innenraum schon nach kurzer Zeit in einen Backofen.
Die Folgen für das Tier sind Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall droht ein qualvoller Tod.
Bei moderaten 26 Grad draußen steigt die Temperatur im Wagen bereits nach 30 Minuten auf 44 Grad. Bei 36 Grad sind nach einer halben Stunde 52 Grad im Auto erreicht. Die meisten Hunde halten Temperaturen ab 40 Grad höchstens 15 Minuten lang aus.
