Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Abstiegsangst grassiert in der Fußball-Landesliga

Für die Fußballer der SG Oppenweiler-Strümpfelbach und des SV Allmersbach ist die Luft in der siebthöchsten Liga dünn. Beide Mannschaften kämpfen um den Klassenerhalt. Während die SGOS auf ihren bewährten Kader setzt, gibt es beim SVA einige personelle Veränderungen.

Oppenweilers Louis Piscopo (links) und Jonas Wieland (rechts) kämpfen wie Allmersbachs Roland Teiko um den Ligaverbleib. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Oppenweilers Louis Piscopo (links) und Jonas Wieland (rechts) kämpfen wie Allmersbachs Roland Teiko um den Ligaverbleib. Foto: Alexander Becher

Von Heiko Schmidt

Den bisherigen Saisonverlauf hatten sich die SG Oppenweiler-Strümpfelbach und der SV Allmersbach ganz anders vorgestellt. Beide Teams finden sich im Tabellenkeller der Fußball-Landesliga wieder und kämpfen gegen den Abstieg. Doch die Zuversicht ist bei beiden Teams groß, um den angestrebten Ligaverbleib in der am 4. März beginnenden zweiten Saisonhälfte noch schaffen zu können.

SG Oppenweiler-Strümpfelbach Auf Rang 14 unter 18 Mannschaften steht die SGOS. 34:54 Tore und 22 Punkte sind die Ausbeute des Neulings aus den ersten 19 Saisonpartien. „Uns war von vornherein klar, dass es ein Abenteuer wird. Keiner konnte so richtig einschätzen, was uns erwartet“, sagt Stephen Perri, der zusammen mit Daniel Funk das Team trainiert. Die SGOS spielt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Landesliga und kam sehr gut in die Saison. Sieben Punkte aus den ersten drei Begegnungen waren optimal. „Unser Start war erfolgreich und im Nachhinein betrachtet extrem wichtig“, so Perri. Anschließend lief es nicht mehr so gut. Unter anderem gab es eine Negativserie von sieben Niederlagen hintereinander. Vor der Winterpause fing sich die SGOS und landete drei Siege am Stück. „Man hat gemerkt, dass wir an den Ausfällen von wichtigen Spielern zu knabbern hatten“, nennt Perri den Grund für das zwischenzeitliche Tief.

Oppenweiler blickt optimistisch der zweiten Saisonhälfte entgegen. Auch weil es einige Rückkehrer gibt. Die langzeitverletzten Even Stoppel, Louis Piscopo und Manuel Perri stehen wieder zur Verfügung wie auch Torjäger Luca Krämer, der aufgrund einer Südamerikareise länger gefehlt hatte. „Wenn unsere Mannschaft komplett ist, dann sind wir wettbewerbsfähig. Das haben wir bewiesen“, macht Coach Stephen Perri klar. Zu- und Abgänge sind nicht geplant. Somit wird es beim Trainingsstart am Montag, 23. Januar, keine neuen Gesichter bei der SGOS geben. „Wir müssen weiter an Kleinigkeiten arbeiten“, fordert Stephen Perri. Aus seiner Sicht sind die ersten drei Landesliga-Spiele nach der Winterpause – zu Hause gegen Aramäer Heilbronn, beim TSV Obersontheim und die Heimpartie gegen die Spvgg Satteldorf – sehr wichtig. „Da können wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen.“

SV Allmersbach „Wir sind überhaupt nicht zufrieden. Die erste Saisonhälfte verlief nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt Allmersbachs Trainer Johannes Stanke. Sein Team belegt den 16. und somit drittletzten Rang. 31:38 Tore und 19 Punkte wurden aus den ersten 19 Partien geholt. „Wir hatten zu viele Unentschieden. Es hätten zehn Punkte mehr sein müssen“, rechnet Stanke vor. Aus seiner Sicht ist der Kader relativ klein. „Bei Verletzungen sind wir dann nicht konkurrenzfähig.“ Dies war im bisherigen Saisonverlauf öfters der Fall. Hinzu kam: „Wir haben bei Weitem nicht die Leistungen gebracht, zu denen wir in der Lage sind.“ Das führt nun dazu, dass es beim SVA einige Veränderungen gibt.

„Ich bin jetzt vier Jahre Trainer in Allmersbach. Da werden wir jetzt alles hinterfragen“, kündigt Stanke an. Das fängt in der Vorbereitung, die am Dienstag, 24. Januar, beginnt, an. Drei bis vier Übungseinheiten stehen dabei auf dem Programm. Bei den Trainingsinhalten wollen die Allmersbacher einiges ändern. „Wir müssen ein topfittes Level haben, das ist die Basis für alles Weitere.“ Zudem soll vieles in den Testspielen gegen Kontrahenten aus tieferen oder gleichhohen Ligen ausprobiert werden. „Da wollen wir unser Selbstvertrauen stärken“, begründet der SVA-Coach.

Auch personell hat sich bei den Allmersbachern einiges getan, denn es gibt drei Zugänge. Einer davon ist Marcus Kasongo-Ndijele, der in der vergangenen Saison beim Oberligisten TSG Backnang am Ball war. Der 20-jährige Stürmer trainiert schon seit zirka einem halben Jahr beim SVA mit, ist aber erst jetzt spielberechtigt. Ebenfalls von der TSG Backnang kommt Leon Sebastian. Der defensive Mittelfeldmann hatte beim Oberligisten nur sporadische Einsätze in der ersten Saisonhälfte. Dritter Neuer beim SVA ist Marcel Voellmer. Der Offensivspieler trug zuletzt das Trikot der Sportfreunde Gechingen (Bezirksliga Böblingen-Calw), ist aber nun aus privaten Gründen in die Gegend gezogen. Von allen drei Akteuren erhofft sich Allmersbach einige Impulse.

Hingegen stehen vier Akteure nicht mehr zur Verfügung. Marvin und Yannik Traub zieht es zum VfR Murrhardt in die Kreisliga A 2. Niklas Schommer schnürt in Zukunft für den TSV Sechselberg ebenfalls in der Kreisliga A 2 die Fußballschuhe. Alle drei hatten im bisherigen Saisonverlauf beim Allmersbacher Landesliga-Team kaum eine Rolle gespielt. Dafür schmerzt den SVA, dass Leistungsträger Tim Fuchslocher aus privaten Gründen pausiert. Diese Lücke gilt es zu schließen. „Wenn alle mitziehen, werden wir es schaffen“, sagt Stanke. Für ihn sind die ersten fünf Partien nach der Winterpause sehr wichtig.

Vier bis acht Absteiger

Abstiegsregelung Mindestens vier, aber auch bis zu acht Mannschaften müssen aus der Landesliga absteigen. Das richtet sich danach, wie viele Teams aus der Verbandsliga in die Landesliga-Staffel 1 runterkommen und ob der Landesliga-Zweite über die Relegation den Sprung nach oben schafft.

Rems-Murr-Teams Neben der SG Oppenweiler und dem SV Allmersbach spielen drei weitere Rems-Murr-Mannschaften in der Landesliga. Das beste Team ist der SV Kaisersbach, der auf Rang sechs (37:35 Tore, 30 Punkte) steht. Achter ist der SV Breuningsweiler (43:39, 27). Den 17. und vorletzten Platz nimmt der TV Oeffingen (28:48, 11) ein.

Zum Artikel

Erstellt:
19. Januar 2023, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Murrhardt Sport

Der HC Oppenweiler/Backnang ist nur zu Beginn nicht hellwach

Der Spitzenreiter der Dritten Liga bezwingt HBW Balingen-WeilstettenII deutlich mit 36:27. Dabei können sich die Handballer aus dem Murrtal hinten auf einen bärenstarken Torwart Jürgen Müller sowie eine stabile Defensive verlassen und gefallen vorne mit großer Vielseitigkeit.

Murrhardt Sport

Emelie Petz: Froh und zuversichtlich auf dem Weg zurück

Nach einer erneuten Achillessehnenoperation und mittlerweile eineinhalbjähriger Verletzungspause wartet die 19-jährige Allmersbacherin sehnlichst darauf, mehr als nur Rehaübungen machen zu dürfen. Das große Ziel Olympia in Paris hat die TSG-Turnerin aber weiter fest im Blick.

Murrhardt Sport

HC Oppenweiler/Backnang mit viel Zuversicht vor der schweren Aufgabe

Die Drittliga-Handballer aus dem Murrtal gastieren nach ihrer schnellen Rückkehr an die Tabellenspitze bei HBW Balingen-Weilstetten II. Um am Fuß der Zollernalb bestehen zu können, verlangt Trainer Volker Blumenschein von seinen Handballern, dass sie hinten weiter gute Arbeit verrichten und vorne besser treffen.