Freitag der 13.
Acht Dinge, die man an diesem Tag nicht tun sollte
Freitag, der 13. ist für viele der Unglückstag schlechthin – obwohl es sich dabei nur um einen Aberglauben handelt. Wer allerdings daran glaubt, sollte an diesem Tag die eine oder andere Sache unterlassen, um auf der sicheren Seite zu sein.
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Schwarze Katze, zerbrochener Spiegel, all das soll Unglück bringen.
Von Lotta Wellnitz
Schwarze Katze oder zerbrochener Spiegel, beides soll Unglück bringen – zumindest glauben das viele Menschen. Es gibt sogar einen Tag, der im Volksglauben, als Tag gilt, an dem besonders viele Unglücke passieren: Freitag, der 13 – der Pechtag schlechthin.
Zum womöglichen Ursprung des Aberglaubens ließen sich Bücher füllen. Die meisten können über den Tag allerdings nur müde schmunzeln, eine Minderheit entwickeln eine irrationale Angst davor. Aber was hat es mit dem Datum auf sich? Woher kommt der Aberglaube? Und vor allem: Was sollte man an diesem Datum am besten nicht tun?
Warum Freitag, der 13. als Pechtag gilt
Ein Deutungsversuch für den Aberglauben rührt daher, dass die Zahl 13 und der Freitag schon einzeln als Unglückssymbole gelten – eine Kombination bedeutet für manche also quasi maximales Unheil.
Der Ursprung des schlechten Rufs eines Freitags ist auf das Christentum zurückzuführen: Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt, nachdem ihn am Vorabend Judas – der 13. Teilnehmer des Abendmahls – verraten hatte. An sein Leiden und Sterben wird am Karfreitag gedacht. Noch heute pflegen Katholiken das sogenannte Freitagsopfer.
Die Zahl 13 gilt hingegen als Unglückszahl, weil sie auf die Zwölf folgt, die in einigen Kulturen sehr positiv behaftet ist. So gibt es zum Beispiel zwölf Tierkreiszeichen, zwölf Apostel und Jesus hatte auch zwölf Jünger um sich. Da die 13 direkt auf die Zwölf folgt und dieses bewährte Konzept bricht, gilt sie als Unglückszahl.
Was man am Freitag, den 13. nicht tun sollte
- Es gibt einige Dinge, von denen man sagt, sie sollen Unglück bringen. Heißt also: am besten am Pechtag schlechthin einfach nicht tun. Eine unvollständige Auswahl:
- unter einer Leiter hindurchgehen
- nach schwarzen Katzen oder Raben Ausschau halten (schließlich gilt eine schwarze Katze, die von links über den Weg lauft, als Vorbote für Pech)
- die Zigarette mit einer Kerze anzünden (sonst stirbt ein:e Seefahrer:in)
- Spiegel oder Porzellan zerbrechen (denn das bringt sieben Jahre Unglück)
- Salz verschütten (sonst wird man vom Unglück verfolgt)
- einen Regenschirm in einem geschlossenen Raum öffnen (das könnte Unglück bringen)
- mit dem linken Fuß aufstehen (das ist nämlich der Falsche)
- ein Messer oder ein Kamm, der auf der Straße liegt, aufheben (das prophezeit Unglück)
Generell gilt: Keine wichtigen Entscheidungen treffen oder Risiken eingehen, denn das könnte ja schiefgehen.
Was laut Volksglauben hingegen Glück bringen soll
Neben Dingen, die Unheil bringen sollen – und die man am Freitag, den 13. deswegen lieber unterlassen sollte – gibt es auch solche, die Glück prophezeien beziehungsweise das bringen sollen.
- ein vierblättriges Kleeblatt (normalerweise hat das drei Blätter, ein Vierblättriges entsteht durch Gen-Mutation und ist eher selten)
- früher: ein Schwein zu besitzen, da das Geschäfte und Geld versprach
- einem Schornsteinfeger begegnen
- die Finger zu kreuzen
- zerbrochenes Geschirr („Scherben bringen Glück“)
- ein Hufeisen, das mit der Öffnung nach oben am Haus hängt
Angst vor Unglück ist unbegründet
Trotz des weitverbreiteten Aberglaubens gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass an diesem Tag wirklich mehr Unglück geschieht als an anderen Tagen im Jahr. Statistiken zeigen, dass Unfälle und Katastrophen gleichmäßig über das Jahr verteilt sind.
Trotzdem gibt es Menschen, die Angst vor diesem Tag haben. Es gibt sogar einen Begriff dafür: Paraskavedekatriaphobie. Abgeleitet wird die Bezeichnung von den griechischen Begriffen „paraskeue“ (Freitag), „dekatria“ (dreizehn) und „phobos“ (Angst).
Dieser Artikel erschien erstmals 2024 und wurde 2026 aktualisiert.
