Ab in den Urlaub

Alle Bundesländer: Wann sind Sommerferien 2026?

In Baden-Württemberg beginnen die Sommerferien später als in anderen Bundesländern – wie in jedem Jahr so auch 2026. Warum das so ist, wann die anderen Bundesländer große Ferien haben und warum das so , erklären wir Ihnen hier.

Der Schriftzug „Abflug Departure“ ist auf dem FLughafen „Willy Brandt“ Berlin Brandenburg (BER) im Terminal 1 zu sehen.

© Soeren Stache/dpa

Der Schriftzug „Abflug Departure“ ist auf dem FLughafen „Willy Brandt“ Berlin Brandenburg (BER) im Terminal 1 zu sehen.

Von Markus Brauer

Für Schüler heißt es bald wieder: Sechs Wochen Pause! Für Urlauber: perfekte Zeit, um den Koffer zu packen. Wer clever plant, kennt die Ferientermine der Bundesländer – ob für den Familienurlaub oder um die Hochsaison zu umgehen. Hier finden Sie alle Termine auf einen Blick:

Warum gibt es unterschiedliche Sommerferientermine?

Bildung ist Sache der Bundesländer. Ihre Ferientermine legen sie selbst fest. Bei den Sommerferien gibt es aber langfristig geltende Vereinbarungen zwischen den Ländern, die in langwierigen Verhandlungen festgezurrt werden. Die Sommerferientermine gelten dann für einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Die aktuelle Planung gilt bis 2030. Kern der Sommerferienregelung ist ein rollierendes System, bei dem noch etliche weitere Details berücksichtigt werden müssen.

Wie funktioniert dieses System?

Die Sommerferientermine werden nach einem rotierenden System festgelegt, das auf fünf Ländergruppen basiert. Dabei wurde darauf geachtet, die Bevölkerung möglichst gleichmäßig über den gesamten Ferienzeitraum zu verteilen.

Das Modell geht zurück auf das Hamburger Abkommen aus dem Jahr 1964 und weitere Nachfolgevereinbarungen zwischen den Ländern. Demnach sollen die Sommerferien regional gestaffelt werden, etwa um Staus oder knappe Unterkünfte zu vermeiden.

  • Gruppe 1: Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
  • Gruppe 2: Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
  • Gruppe 3: Nordrhein-Westfalen
  • Gruppe 4: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Gruppe 5: Baden-Württemberg, Bayern

Diese Gruppen wechseln sich mit früheren und späteren Ferienterminen ab. Dabei darf grundsätzlich ein Zeitraum zwischen dem 20. Juni und dem 15. September ausgeschöpft werden. Allerdings machen Bayern und Baden-Württemberg beim rollierenden System nicht mit und gehen immer als letzte in die Ferien.

Wie begründen Bayern und Baden-Württemberg ihren Sonderweg?

Früher hieß es, dass die Schüler für die Ernte gebraucht würden. Das Argument wird jetzt aber nicht mehr gebracht. Die südlichen Bundesländer haben aber als Einzige ausgedehnte Pfingstferien, die manchmal erst Mitte Juni vorbei sind. Da mache es keinen Sinn gleich wieder in die Sommerferien zu starten, heißt es.

Die Diskussion kommt alle paar Jahre wieder und die Argumente ähneln sich: „Wir bleiben bei unseren Ferienterminen. Das hat sich so bewährt, und das ist in der bayerischen Kultur fest verankert“, argumentiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Wir haben unseren Ferienrhythmus, der ist sozusagen fest in der DNA der Bayern drin.“

Was verkompliziert die Sommerferienplanung?

Die Planung soll unter „pädagogischen Gesichtspunkten“ stattfinden:

So muss beispielsweise die Zeitspanne nach Ostern und Pfingsten für Prüfungen und Vorbereitungen lang genug sein.

Zwischen Ferien soll es möglichst sechswöchige zusammenhängende Unterrichtsphasen geben.

Die Schulhalbjahre sollen möglichst gleichlang sein.Projekte, Klassenfahrten und Sportwettkämpfe sollen gut über das Schuljahr verteilt werden.

Das alles zwischen den Ländern mit deren eigenen Ferien-Regelungen außerhalb des Sommers abzustimmen, ist ein Puzzle. So hatten sich beispielsweise Berlin und Hamburg in der Vergangenheit dafür stark gemacht, dass die Sommerferien nicht mehr vor dem 1. Juli beginnen, damit jährliche Verschiebungen nicht mehr so groß ausfallen. Eine Verengung des Ferienkorridors stößt aber bei den Küstenländern und der Tourismusindustrie auf Widerspruch, weil Einbrüche im Tourismus befürchtet wurden.

Welche Folgen haben unterschiedliche Ferientermine auf die Urlaubskasse?

Urlaubskosten sind in den Schulferien tendenziell höher als außerhalb der Ferienzeit. Innerhalb der Ferienzeit ist die Nachfrage höher, was zu höheren Preisen für Unterkünfte, Flüge, Essen sowie Ausflüge. Zudem sind viele beliebte Reiseziele während der Ferienzeiten ausgebucht. Das schränkt die Auswahl ein, was sich wiederum in höheren Preisen niederschlägt.

Außerhalb der Ferienzeit ist die Nachfrage geringer. Nach den Schulferien wollen weniger Menschen in Urlaub fahren, was die Nachfrage mindert und zu günstigeren Preisen führt. Hotels und Fluggesellschaften locken außerhalb der Hauptsaison mit Rabatten und.

Welche Regeln gelten für Reiseländer?

Die Preise für einen Sommerurlaub in klassischen europäischen Reiseländern wie Frankreich, Italien, Kroatien, Spanien, Portugal variieren je nach Saison. Die Hauptsaison im Juli und August ist generell teurer als die Nebensaison von Oktober bis April.In den Wintermonaten von Oktober bis März herrscht dagegen in einigen Regionen, die bei Skifahrern beliebt sind, dichtes Treiben. Das wiederum hat höhere Preise zur Folge.

Zur Hauptsaison können die Preise für Unterkünfte, Flüge etc. bis zu 50 Prozent höher liegen als in der Nebensaison. Das gilt für quasi alle Urlaubsländer in Europa und Übersee.

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Erstellt:
1. Juni 2026, 12:12 Uhr

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