Reisewarnung

Amerikaner sollen Ägypten sofort verlassen

Die Sicherheitslage in Nahost ist wegen des Krieges der USA und Israels mit dem Iran höchst angespannt. Die USA reagieren deutlich - auch für beliebte Destinationen wie Hurghada oder Sharm el Sheikh.

Ägyptischer Polizist auf einem Kamel.

© Oliver Weiken/dpa/Oliver Weiken

Ägyptischer Polizist auf einem Kamel.

Von Michael Maier

Angesichts des Krieges der USA und Israels mit dem Iran ruft das US-Außenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen – darunter auch die beliebte Reisedestination Ägypten. Auch vor Zypern wird seit Mittwoch (4.3.) gewarnt.

Zur Begründung für Ägypten verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf „schwerwiegende Sicherheitsrisiken“.

US-Reisewarnung für folgende Länder/Regionen in Nahost

  • Ägypten
  • Bahrain
  • Gazastreifen
  • Iran
  • Irak
  • Israel
  • Jemen
  • Jordanien
  • Katar
  • Kuwait
  • Libanon
  • Oman
  • Saudi-Arabien
  • Syrien
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Westjordanland

Teilreisewarnung für Ägypten - Vorsicht mit Sinai-Ausflügen

Für Ägypten besteht keine allgemeine Reisewarnung, sondern eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts für bestimmte Regionen (Stand: 5.3.2026). Die Sicherheitsbewertung wurde seit Ende November 2025 nicht wesentlich verschärft, trotz der wiederholten Spannungen im Nahen Osten. Von unbegleiteten Ausflügen im touristisch geprägten Süden der Sinai-Halbinsel mit (Sharm el Sheikh) wird jedoch ebenfalls abgeraten.

Indes hatte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) im ARD-Talk „Caren Miosga“ davon gesprochen, dass Dubai-Reisende bewusst Risiken in Kauf genommen hätten – obwohl sein eigenes Ministerium im Vorfeld lediglich vor Reisen nach Israel gewarnt hatte. Einen Tag später musste Wadephul öffentlich um Entschuldigung bitten.

Auch für Ägyptens Nachbarland Zypern gibt es trotz Drohneneinschlägen und zwei abgesagten EU-Gipfeln zunächst weder Reisewarnung noch Eilmeldung von deutscher Seite - möglicherweise aus politischen Gründen, da das Land aktuell die EU-Präsidentschaft inne hat.

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Erstellt:
3. März 2026, 09:16 Uhr
Aktualisiert:
5. März 2026, 10:24 Uhr

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