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Auch die Mehrheit der Vereine will Saisonabbruch

Ergebnis der Umfrage des Württembergischen Fußballverbands ist eindeutig, der endgültige Beschluss wird am 20. Juni kommen.

Nur die Fußballverbände in Bayern und Thüringen wollen die Saison fortsetzen. Grafik: FuPa/J. Bauer

Nur die Fußballverbände in Bayern und Thüringen wollen die Saison fortsetzen. Grafik: FuPa/J. Bauer

Von Heiko Schmidt

Das Präsidium des Württembergischen Fußballverbands (WFV) hatte vor eineinhalb Wochen den Vorschlag für einen Beschluss zur Beendigung der Saison 2019/2020 unterbreitet. Damit stehen die Schwaben in Deutschland nicht alleine da. Auch die Mehrzahl der anderen Landesverbände möchte den Saisonabbruch. Lediglich Bayern und Thüringen wollen die Runde fortsetzen. Das Saarland hat noch keine Entscheidung getroffen, die Tendenz geht dort hin zum Abbruch.

Im nächsten Schritt in Württemberg wird der Verbandsvorstand in der kommenden Woche darüber entscheiden, welche Anträge den Delegierten des anstehenden WFV-Verbandstags vorgelegt werden. Dort soll der endgültige Beschluss gefasst werden. „Ich stehe voll hinter der Entscheidung, die der WFV trifft“, macht Patrick Künzer, Vorsitzender des Fußballbezirks Rems-Murr, klar. Inzwischen steht der Termin für den wegweisenden Verbandstag fest: Samstag, 20. Juni. Teilnehmen dürfen daran die bereits anlässlich der Bezirkstage 2018 gewählten Delegierten. Nach der WFV-Satzung sind diese für drei Jahre im Amt und damit auch stimmberechtigt, soweit zwischen den ordentlichen Verbandstagen Beschlüsse zu fassen sind.

Beim WFV-Verbandstag wird nicht nur über den Saisonabbruch entschieden, sondern auch über die Wertung sowie die Auf- und Abstiegsregelung. Vorgesehen ist zur Ermittlung der direkten Aufsteiger die Anwendung der Quotientenregel. Absteiger soll es aus Billigkeitsgründen nicht geben. Bevor sich der Verbandsvorstand und schließlich die Delegierten des Verbandstags mit dem Beschluss befassen, hatten eine Woche lang die Vereine aus Württemberg die Möglichkeit, sich zu den Szenarien zu äußern. 594 Klubs haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und Stellungnahmen abgegeben. Die Auseinandersetzung mit den komplexen Fragestellungen erfolgte mit großer Ernsthaftigkeit und vielfach akribisch. Es habe sich aus Verbandsseite somit als richtig erwiesen, nach Argumenten zu fragen und nicht nur danach, welche Lösung im Ergebnis bevorzugt wird. Dass die jeweiligen Vereinsinteressen unter Berücksichtigung von Tabellenpositionen den Eingang in die Rückmeldungen fanden, sei von WFV-Seite her legitim. Die Aufgabe des Verbandsvorstands ist es nun, die Stellungnahmen zu sichten, auszuwerten und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Für WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm ist klar, dass die Vorbereitung der weiteren Beschlüsse das Meinungsbild der Vereine berücksichtigen muss: „Wir haben sicherlich in den Vorberatungen vieles bedacht. Aber es hat sich gezeigt, dass die intensiven Diskussionen in unseren über 1500 am Spielbetrieb teilnehmenden Vereinen noch einzelne neue Aspekte hervorgebracht haben, die wir jetzt prüfen. Wir wollen das bestmögliche Ergebnis, und deshalb sind wir gut beraten, uns mit jedem konstruktiven Gedanken auseinanderzusetzen.“

Das Ergebnis des Anhörungsverfahrens lässt sich so zusammenfassen, dass sich eine überwältigende Mehrheit der Fußballvereine in Württemberg dafür ausgesprochen hat, die Meisterschaftsrunden zum 30. Juni 2020 zu beenden und nicht zu einem späteren Zeitpunkt nach der Sommerpause fortzusetzen. Kritik gab es allerdings daran, dass keine Absteiger ausgewiesen werden sollen, was zu einem verschärften Abstieg und – abhängig vom noch zu beschließenden Spielmodus in der Saison 2020/2021 – einem sehr dichten Spielplan führen kann. Außerdem wurde bemängelt, dass nur jeweils ein direkter Aufsteiger pro Staffel vorgesehen ist. Der WFV hat den Vereinen weitere Infos mitgeteilt. Die Meisterwimpel sollen, wenn der Verbandstagsbeschluss feststeht, nach Rücksprache mit den Staffelleitern an die Meistermannschaften übergeben werden. Der Vereinsmeldebogen werde spätestens am 25. Mai geöffnet und soll am 12. Juni schließen. Im Jugendbereich bleibe dieser noch länger geöffnet, voraussichtlich bis zum Beginn der Sommerferien.

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Erstellt:
23. Mai 2020, 06:00 Uhr

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