Vorfall in Las Vegas
Ausgesetzter Hund wird von Polizisten adoptiert
Am Flughafen Las Vegas ist Anfang Februar ein Hund am Ticketschalter zurückgelassen worden. Wochen später hat der Fall nun ein glückliches Ende gefunden.
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Golden Doodle "Jet Blue" wurde von seinem Finder, Officer Skeeter Black, adoptiert.
Von Katrin Jokic
Am 2. Februar 2026 wurden Beamte des Las Vegas Metropolitan Police Department (LVMPD) um kurz vor Mitternacht zum Terminal 3 des Harry-Reid-Flughafens in Las Vegas gerufen. Mitarbeitende der Fluggesellschaft JetBlue hatten gemeldet, dass ein Hund an einer Metallvorrichtung zur Größenkontrolle von Handgepäck angebunden und anschließend allein zurückgelassen worden war.
Nach Angaben der Polizei wollte die Halterin mit dem Tier als vermeintlichem Assistenzhund reisen. Die Airline habe sie jedoch darauf hingewiesen, dass vorab eine Online-Dokumentation erforderlich sei. Da diese Unterlagen nicht vorlagen, erhielt die Frau keine Bordkarte. Statt das Problem zu klären, ließ sie den Hund am Schalter zurück und begab sich allein zum Abfluggate.
Beamte trafen die Frau wenig später am Gate an. Auf Nachfrage erklärte sie, die Fluggesellschaft habe ihr die Mitnahme des Hundes verweigert. Außerdem gab sie an, das Tier trage einen Ortungschip – offenbar in der Annahme, es könne später problemlos zu ihr zurückkehren.
Festnahme wegen Aussetzung eines Tieres
Als die Polizisten die Frau zurück durch den Sicherheitsbereich begleiteten, habe sie sich aggressiv verhalten und Widerstand geleistet. Sie wurde schließlich festgenommen. Laut Polizei wird ihr Tieraussetzung („Animal Abandonment“) sowie Widerstand gegen die Festnahme vorgeworfen.
Flughafenpersonal und Einsatzkräfte kümmerten sich unmittelbar um den etwa zweijährigen Golden Doodle. Der Hund wurde anschließend dem zuständigen Tierschutzdienst übergeben.
„Jet Blue“ findet neues Zuhause
Die Tierschutzorganisation „Retriever Rescue of Las Vegas“ übernahm das Tier und gab ihm den Namen „Jet Blue“ – in Anlehnung an die Fluggesellschaft. Wenige Wochen später folgte die endgültige Vermittlung.
Am 21. Februar 2026 teilte die Polizei mit, dass der Hund dauerhaft bei der Familie eines der beteiligten Beamten untergebracht wurde. Officer Skeeter Black und seine Familie hatten sich bereits seit September 2025 um die Adoption eines Golden Doodles bemüht und waren von der Organisation zuvor geprüft und zugelassen worden. Nach Ende der vorgeschriebenen Haltefrist wurden sie als neues Zuhause für „Jet Blue“ ausgewählt.
Vom traurigen Vorfall zum positiven Ausgang
Was mit einem Fall mutmaßlicher Tieraussetzung begann, entwickelte sich damit zu einer Geschichte mit versöhnlichem Ende. Die Polizei betonte in diesem Zusammenhang ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber Tierquälerei und verwies auf die Zusammenarbeit zwischen Flughafenpersonal, Sicherheitsbehörden und lokalen Tierschutzorganisationen.
Für „Jet Blue“ beginnt nun ein neues Kapitel – dieses Mal in einem festen Zuhause.
