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Bärenstarker Auftritt: HCOB-Handballer sind Gruppensieger

Schwaben erreichen mit dem 38:33 in Krefeld die bestmögliche Ausgangslage fürs Viertelfinale der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga.

Der HCOB-Innenblock mit Philipp Schöbinger und Lukas Rauh (rechts) wurde zwar aus der Not geboren, war aber sofort ein Art Fels in der Brandung. Der Routinier und der Jungspund hatten mit dem klasse haltenden Torhüter Jürgen Müller im Rücken den HSG-Angriff gut im Griff. Foto: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

Der HCOB-Innenblock mit Philipp Schöbinger und Lukas Rauh (rechts) wurde zwar aus der Not geboren, war aber sofort ein Art Fels in der Brandung. Der Routinier und der Jungspund hatten mit dem klasse haltenden Torhüter Jürgen Müller im Rücken den HSG-Angriff gut im Griff. Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Riesenjubel in der Krefelder Glockenspitzhalle. Der HC Oppenweiler/Backnang hatte mit 38:33 bei der HSG Krefeld Niederrhein gewonnen und damit einen echten Coup gelandet. Der Handball-Drittligist aus dem Murrtal steht vorzeitig als Gruppensieger fest und geht damit von der Pole Position in die Finalspiele um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Die Schwaben bewiesen am Niederrhein beeindruckende Moral und steckten personelle Rückschläge weg.

Nach vier Minuten schied Jakub Strýc aus, er war nach einem Zusammenprall benommen. Weil Tim Düren ebenfalls verletzt fehlte, war der zu Beginn der Aufstiegsrunde so gute Innenblock damit komplett gesprengt. Nun mussten es ein Routinier und ein Youngster richten: Philipp Schöbinger und Lukas Rauh. Beide überzeugten durch großen Einsatz. Und klar: vor allem der starke Auftritt von Jungspund Rauh tat der Mannschaft enorm gut. Die Mitspieler erkannten schnell, dass sie sich aufs Zentrum verlassen können, und gaben dementsprechend ebenfalls viel Gas. Auch Torwart Jürgen Müller hielt wie gegen Dansenberg klasse, er wehrte allein drei Siebenmeter ab und gewann das Duell mit seinem Gegenüber Oliver Krechel deutlich.

HCOB macht den Gruppensieg perfekt
Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang gewinnen ihr letztes Gruppenspiel der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga. Nach dem überzeugenden 38:33-Erfolg bei der HSG Krefeld Niederrhein ist dem HCOB der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Zur Pause haben die Schwaben mit 21:17 geführt.

Der HCOB setzte sich in der Anfangsviertelstunde auf 11:7 ab. Im Rückraum lenkte Kevin Wolf das Spiel geschickt. Timm Buck überzeugte mit Torgefahr und guten Zuspielen. Auch Ruben Sigle setzte sich immer wieder aus dem Rückraum durch. Außerdem biss die Flügelzange zu: Marcel Lenz traf von links, Philipp Maurer von rechts. HSG-Coach Mike Pallach wurde auf der Bank zunehmend ungeduldig. Er wechselte Keeper Oliver Krechel aus, der davon wenig erfreut war. Die Gäste wirkten geschlossener, setzten mit Kontern immer wieder Nadelstiche. Zur Pause stand es 21:17.

Nach Wiederanpfiff verteidigte Oppenweiler/Backnang den Vorsprung mit großem Elan. Wohl kam Krefeld dank ihres treffsicheren Außenspielers Steffen Hahn einige Male auf zwei Tore heran, doch die Oppenweiler/Backnang wusste immer eine Antwort. Und es war im Konter einfach eine Klasse besser, kam so immer wieder zu vermeintlich einfachen Toren. Florian Frank knüpfte nahtlos an den Auftritt von Marcel Lenz an, er erzielte das wichtige 26:22. Und um den in Angriff und Abwehr gleichermaßen geforderten Philipp Schöbinger ein wenig zu entlasten, spielte Lukas Rauh nun auch vorne mit. Prompt gelangen ihm am Kreis – und dort hatte er außer an den Sporttagen noch nie gespielt – zwei Tore.

Zehn Minuten vor dem Ende ließ die HCOB-Durchschlagskraft im Positionsanspiel ein wenig nach, das aber kompensierten die Murrtaler mit Ballgewinnen in der Abwehr. Diese mündeten wieder in Konter, Krefeld kam den flinken Gästeangreifern einfach nicht hinterher. Die Hausherren merkten, dass nichts mehr zu holen sein würde. Sie versuchten es mit einer offensiven Abwehr, das brachte aber nur vereinzelte Ballgewinne. Zugleich taten sich Lücken auf, und so entschieden die Gäste die Partie schon einige Minuten vor Schluss.

Am Ende hieß es 38:33, und damit ist die Überraschung perfekt: Der HC Oppenweiler/Backnang ist mit 9:3 Punkten Sieger der Vorrundengruppe B und kann nun am kommenden Wochenende vor den Bildschirmen schauen, wer ebenfalls den Sprung in die Finalserie schafft – oder die möglichen Gegner aus der Nordgruppe analysieren. Fakt ist jedenfalls: Am kommenden Wochenende geht es zum Nord-Vierten, am Samstag, 29. Mai, steigt das Rückspiel in Oppenweiler.

33:38 (17:21) Stimmen zum Spiel HSG Krefeld Niederrhein: Krechel, Schmidt – Milde (2), Basic (2), Schneider (7), Hahn (7), Skorupa (2), Schulz (3/3), Marquis (2), Braun (3), Schoenaker (2), Barwirtzki, Brüren (1/1), Jagieniak (1), Srsen (1), Mircic. HC Oppenweiler/Backnang: Müller, Koppmeier – Lenz (10/2), Buck (7), Raff (3), Sigle (3), Wolf (2), Schöbinger (3), Prasolov (n.e.), Strýc (1), Csauth (n.e.), Frank (2), Maurer (5), Bühler, Rauh (2). Siebenmeter: 4/7:2/2 (Brüren scheitert zweimal an Müller, Schulz wirft an den Pfosten). – Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Marquis, Schoenaker – Schöbinger/zweimal, Lenz, Maurer). – Schiedsrichter: Christian Hannes/David Hannes (Aachen/Frankfurt). Matthias Heineke, Trainer des HC Oppenweiler/Backnang: „Für uns war es die maximale Herausforderung. Wir hatten einen personellen Aderlass, vor allem im Innenblock. Unser Youngster Lukas Rauh hat das allerdings super aufgefangen, und das hat dann die ganze Mannschaft mitgerissen. Am Ende waren wir zwar im roten Bereich, aber wir hatten einfache eine Riesenmentalität.“ HSG-Coach Mike Pallach: „Der Gruppensieg für den HC Oppenweiler/Backnang ist nach dieser Leistung verdient. Wir hingegen sind mit einer ganz anderen Erwartung in diese Begegnung gegangen.“ Florian Frank, zum HCOB zurückgekehrter Außenspieler schmunzelnd und freudestrahlend: „Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal in Krefeld verloren zu haben.“ Ein Statistik-Fachmann hatte einige Annahmen getroffen und errechnet: Das HCOB-Risiko, die Zwischenrunde zu versäumen, stand vor dem vorletzten Spieltag bei 1:400. Am Mittwochabend war auch das Makulatur, weil es beim Spiel Pfullingen gegen Hanau kein Unentschieden gab. Der VfL hatte im selben Moment Gewissheit über den Einzug in die Zwischenrunde, der bereits jahrelange Parallelflug beider Teams geht weiter. Die HCOB-Handballer konnten die Nacht nun ganz entspannt mit dem Traum an den Gruppensieg verbringen – und setzten ihn tags darauf um. Der ehemalige Gruppenfavorit HSG Krefeld (5:5 Punkte) ist trotz der Heimniederlage noch nicht raus aus dem Aufstiegsrennen. Siegt der ambitionierte Klub vom Niederrhein am Sonntag beim Schlusslicht TSB Horkheim, dann geht es für Trainer Mike Pallach und seine Mannschaft definitiv im Viertelfinale weiter. Eine Art Endspiel stellt außerdem die Partie zwischen der HSG Hanau (5:5) und dem TuS 04 Dansenberg (6:4) dar. In der Nord-Staffel der Aufstiegsrunde gab es die erste coronabedingte Spielabsage. Schlusslicht MTV Braunschweig konnte bei TuS Vinnhorst nicht antreten. Auch das fürs Wochenende vorgesehene Duell des Tabellenletzten mit Spitzenreiter VfL Eintracht Hagen fällt aus. Die Begegnungen werden für den MTV als verloren gewertet. Damit ist in Gruppe A bereits vor den letzten beiden Spielen klar, das sich Potsdam, Rostock, Hagen und Vinnhorst für die Zwischenrunde qualifiziert haben. Am Wochenende geht es nur noch um die Platzierungen und damit den Viertelfinalgegner des HC Oppenweiler/Backnang. Der heißt vermutlich TuS Vinnhorst, sofern das Team aus dem Stadtteil von Hannover im direkten Vergleich beim favorisierten VfL Potsdam nicht klar gewinnt. Eintracht Hildesheim, TuS Spenge und der MTV Braunschweig sind ausgeschieden. Rund ums Spiel

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Erstellt:
14. Mai 2021, 06:00 Uhr

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