Handball Final Four in Stuttgart
Bensheim gegen BVB im Endspiel um den DHB-Pokal
Prickelnde Atmosphäre, knisternde Spannung: Nach heißem Halbfinale kämpfen beim Final Four der Handballfrauen in der Porsche-Arena am Sonntag Bensheim und der BVB um den DHB-Pokal.
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Meike Schmelzer (li.) bejubelt den Einzug ins Pokal-Endspiel mit der HSG Bensheim/Auerbach, Guro Nestaker und Kelly Vollebregt (re.) freuen sich über die Titelchance mit dem BVB.
Von Jürgen Frey
Herbert Müller ist ein äußerst emotionaler Mensch. Und natürlich war der Trainer des Thüringer HC nach der 34:36(31:31, 16:14)-Niederlage nach Siebenmeterwerfen seiner Handballfrauen gegen die HSG Bensheim/Auerbach enttäuscht. Enttäuscht über den dramatisch verpassten Einzug ins Endspiel um den DHB-Pokal an diesem Sonntag (16.30 Uhr/DF1) in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund, der sich gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 35:32 (17:15) durchsetzte.
3132 Zuschauer in der Porsch-Arena
Doch Müller präsentierte sich nach diesem ersten Halbfinale des Final-Four-Turniers vor 3132 Zuschauern als fairer Verlierer. Er sah nicht nur die HSG als verdienten Sieger, sondern auch die gesamte Sportart als Gewinner: „Das war ein absolutes Topspiel und tolle Werbung für den Handball.“
Die Bensheimer Außenspielerin Amelie Berger konnte nach den ausgelassenen Feierlichkeiten mit ihren 500 mitgereisten Fans nur zustimmen: „Das war ein mega geiles Spiel in einer prickelnden Atmosphäre.“ Trainerin Ilka Fickinger ergänzte: „Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Spannender geht es wirklich nicht.“
Nina Engel (9/6), Jule Polsz (6/5), Amelie Berger und Lena Degenhardt (je 5/1) trafen am besten für die HSG. Csenge Kuczora (8/6), Johanna Reichert (5) und Jana Scheib (4/1) erzielten die meisten Treffer für den THC, der am Sonntag (14 Uhr) in der Porsche-Arena das eher undankbare Spiel um Platz drei gegen die HSG Blomberg-Lippe bestreiten muss.
Das Team von Trainer Steffen Birkner musste in der zweiten Halbzeit gegen Dortmund zunächst abreißen lassen (23:29/46.), gab aber nie auf und kämpfte sich auf 32:34 heran, verlor am Ende 32:35. Beste Werferinnen für Blomberg waren Nieke Kühne (8), Farelle Alicia Njinkeu (7) und Ona Vegue i Pena (6/4). Für das BVB-Team von Trainer Henk Groener trafen Guro Nestaker (7) und Deborah Lassource (7/1) am besten. Die Schwarz-Gelben feierten mit ihren 400 Anhängern den Finaleinzug gegen Bensheim mit vielen Emotionen. Es wäre eine Überraschung, wenn es in dem Duell um den Pott nicht spannend zugehen würde.
