Feuer bei Silvesterfeier

Brand in Schweizer Skiort - Was wir wissen – und was nicht

Während einer Silvesterparty in einem Schweizer Nobel-Skiort bricht in einer Bar ein Feuer aus. Dutzende Menschen sterben. Viele Fragen sind noch offen - vor allem zu den Hintergründen.

Die Polizei spricht von einem "schwerwiegenden Vorfall".

© Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

Die Polizei spricht von einem "schwerwiegenden Vorfall".

Von dpa

Crans-Montana - Eine Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana endet in einer Tragödie. In einer Bar mit Hunderten Feiernden bricht ein Feuer aus, Dutzende Menschen sterben. Was bisher bekannt ist - und was nicht.

Was wir wissen

  • Das Unglück: In der Silvesternacht ist es im Schweizer Ferienort Crans-Montana (Kanton Wallis) zu einem schweren Brand in der Bar "Le Constellation" gekommen, diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen.
  • Die Opfer: Nach Polizeiangaben sind bei dem Feuer Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 seien zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler.
  • Die Uhrzeit: Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis brach das Feuer gegen 1.30 Uhr aus.
  • Die Hintergründe: Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus.
  • Der Ablauf: Das Feuer ist ersten Erkenntnissen zufolge nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Der Brand habe eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Anwohner hatten von einer Explosion berichtet.
  • Die Rettungsarbeiten: Nach Polizeiangaben war der Rettungs- und Löscheinsatz am Vormittag noch im Gange. Die vielen Opfer wurden per Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht, etwa in Sitten, aber auch ins rund 100 Kilometer Luftlinie entfernte Genf. Dort landeten am Universitätsspital nach Angaben von Augenzeugen am Vormittag zahlreiche Hubschrauber.
  • Internationale Unterstützung: Angesichts des Ausmaßes der Tragödie eilte unter anderem auch die Bergwacht aus dem Aostatal in Italien zu Hilfe.
  • Die Reaktionen: Das Unglück hat bei Anwohnern, Touristen und Politikern Erschütterung ausgelöst. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerten auf der Plattform X ihre Bestürzung.

Was wir nicht wissen

  • Exakte Zahl der Opfer: Wie viele Menschen genau ums Leben gekommen oder verletzt worden sind, ist unklar. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, sagte, ihm habe die Polizei 40 Todesopfer genannt. Diese Zahl bestätigt die Kantonspolizei offiziell nicht. Ebenso ist nicht bekannt, wie schwer die Verletzungen der Betroffenen sind.
  • Die Ursache: Was den Brand verursacht hat, ist unklar. Augenzeuginnen sagten dem französischen Nachrichtensender BFMTV, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden. Cornado spekulierte über einen Feuerwerkskörper als Auslöser.
  • Die Sicherheitsvorkehrungen in der Bar: Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud äußert sich auf Nachfrage nicht dazu, ob die Bar über die korrekten Notausgänge verfügte und ob diese auch funktionierten.
  • Die Identität der Opfer: Über die Identität der Todesopfer und Verletzten ist bislang nichts bekannt. Auch ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass unter den Opfern ausländische Gäste seien, so die Polizei.
Bei einer Pressekonferenz gaben die Ermittler Details zu dem Feuer bekannt.

© Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

Bei einer Pressekonferenz gaben die Ermittler Details zu dem Feuer bekannt.

Die Polizei äußert sich nicht zu Spekulationen über die Ursache für das Feuer.

© Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Die Polizei äußert sich nicht zu Spekulationen über die Ursache für das Feuer.

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Erstellt:
1. Januar 2026, 11:42 Uhr
Aktualisiert:
1. Januar 2026, 14:53 Uhr

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