Netflix-Serie

Bridgerton: Was ist ein „Mündel“?

In „Bridgerton“ Staffel 4 sorgt ein Begriff für Verwirrung: Sophie wird als „Mündel“ vorgestellt. Was das bedeutet und warum es für die Liebesgeschichte so entscheidend ist.

Yerin Ha als Sophie Baek in der 4. Staffel der Erfolgsserie "Bridgerton".

© LIAM DANIEL/NETFLIX

Yerin Ha als Sophie Baek in der 4. Staffel der Erfolgsserie "Bridgerton".

Von Katrin Jokic

Fast zwei Jahre lang mussten Fans auf neue Folgen von „Bridgerton“ warten – jetzt ist die Regency-Serie zurück. Seit dem 29. Januar 2026 stehen bei Netflix die ersten vier Episoden der vierten Staffel zum Abruf bereit. Diesmal rückt Benedict Bridgerton (Luke Thompson) in den Mittelpunkt: der zweitälteste Sohn der angesehenen Familie, der auf einem Ball eine geheimnisvolle Frau kennenlernt – und sie nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Die neue Staffel basiert auf dem Roman „Wie verführt man einen Lord?“ von Julia Quinn und erzählt eine Liebesgeschichte mit deutlichen Aschenputtel-Anklängen. Doch schon früh taucht ein Begriff auf, der für die Handlung entscheidend ist – und viele Zuschauer stutzen lässt: „Mündel“.

Was bedeutet „Mündel“?

Ein Mündel ist eine Person, die unter Vormundschaft steht. Das heißt: Sie kann aus rechtlichen oder gesellschaftlichen Gründen nicht vollständig für sich selbst entscheiden und wird von einem Vormund vertreten, geschützt oder verwaltet. Oft geht es dabei um Kinder ohne Eltern, Waisen oder Minderjährige, die offiziell jemanden brauchen, der ihre Interessen regelt.

Der Begriff klingt altmodisch, passt aber genau in die Welt von „Bridgerton“, in der Herkunft, Ansehen und gesellschaftliche Regeln darüber entscheiden, wer welchen Platz in der Welt hat.

Warum nennt Lord Penwood Sophie sein „Mündel“?

Achtung, Spoiler zu Staffel 4, Folge 2.

In einem Rückblick sieht man, wie Sophie (Yerin Ha) als Kind erstmals auf Araminta (Katie Leung) trifft. Lord Penwood (Arthur Lee) stellt das Mädchen dabei als sein „Mündel“ vor – und nicht als Tochter.

Das ist kein Zufall, sondern eine bewusste Tarnung: Sophie ist in Wahrheit sein uneheliches Kind aus einer Beziehung mit einer Dienstmagd. Indem er sie öffentlich als Mündel bezeichnet, kann er sie zwar in seinem Haushalt aufnehmen und versorgen, umgeht aber den Skandal, sie offiziell als seine Tochter anzuerkennen.

In einer Gesellschaft, in der der Ruf über alles geht, ist das ein scheinbar „praktischer“ Ausweg. Für Sophie hat diese Entscheidung aber gravierende Folgen.

Was bedeutet das für Sophie – und für die Liebesgeschichte?

Sophies Herkunft ist nicht nur ein Detail am Rande, sondern das zentrale Problem ihrer Geschichte: Sie ist zwar im Haus eines Lords aufgewachsen, hat aber keinen sicheren Status.

Für eine Beziehung mit Benedict ist Sophies Position ein massives Hindernis. Denn in der Welt von „Bridgerton“ zählt nicht nur Liebe, sondern auch Name, Stand und „Respektabilität“.

Ob und vor allem wie die beiden am Ende zueinanderfinden und die gesellschaftlichen Hürden überwinden werden, sehen Fans in den nächsten vier Folgen von „Bridgerton“, die am 26. Februar 2026 auf Netflix erscheinen.

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Erstellt:
4. Februar 2026, 09:42 Uhr
Aktualisiert:
4. Februar 2026, 10:45 Uhr

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