Bus statt Bahn zwischen Tübingen und Stuttgart

Weil Fahrzeuge fehlen, fällt der Regionalexpress 6 einen Monat lang aus. Der Grund dafür ist eine Baustelle in Ulm.

Von Alexander Müller

Stuttgart - Die Neckartalbahn zwischen Stuttgart und Tübingen genießt einen zweifelhaften Ruf: Sie zählt zu den unpünktlichsten Verbindungen im Land. Beim Qualitätsranking erreichte sie lediglich Rang 30 von 32. Das liege zum einen daran, dass die Stecke eine der meist befahrenen ist, zum anderen tue auch die hohe Zahl an Baustellen ihr übriges, heißt es von Seiten der Bahn. Im Sommer dieses Jahres will die DB Regio Baden-Württemberg nun mehrere Maßnahmen ergreifen, um die Pünktlichkeit zu steigern. Unter anderem sollen die Züge in Tübingen durch einen Wender schneller zur Abfahrt bereit stehen.

Bis dahin kämpft die Deutsche Bahn aber mit ganz anderen Problemen. Denn von Freitag, 13. Februar, bis Freitag, 13. März, fällt der Regionalexpress zwischen Stuttgart und Tübingen aus. Hintergrund ist laut einer Pressesprecherin der Deutschen Bahn eine Baumaßnahme der Stadt Ulm. Durch den Abriss der Wallstraßenbrücke, die über die Gleise führt, könnte die dort ansässige Werkstatt für die Züge nicht mehr wie gewünscht angefahren werden. „Somit stehen uns einfach zu wenig Bahnen zur Verfügung.“

Wie bei bisherigen Baustellen auf der Neckartalbahn müssten die Fahrgäste auf andere Linien in diesem Streckenabschnitt umsteigen. Als zusätzliches Angebot werde zudem ein Busersatzverkehr eingerichtet. „Damit wollen wir noch einmal weitere Kapazitäten schaffen – als eine Art Expressverbindung“, betont die Bahnsprecherin. Die Busse verkehren alle zwei Stunden zwischen dem Hauptbahnhof Stuttgart (Pariser Platz) und dem Bahnhof Tübingen. Zusätzliche Haltestellen sind an der Hügelschule in Tübingen und an der B27 in Degerloch.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Februar 2026, 22:06 Uhr
Aktualisiert:
15. Februar 2026, 23:57 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen