Telefonat mit Trump

Claudia Sheinbaum schließt US-Einsatz gegen Drogenkartelle in Mexiko aus

Mexikos Präsidentin Sheinbaum schließt einen Einsatz US‑amerikanischer Truppen im eigenen Land strikt aus. Sie betonte: Eine militärische Intervention stehe nicht zur Debatte.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat einen Einsatz von US-Truppen  in ihrem Land ausgeschlossen (Archivfoto).

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Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat einen Einsatz von US-Truppen in ihrem Land ausgeschlossen (Archivfoto).

Von red/AFP

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat einen Einsatz von US-Truppen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in ihrem Land ausgeschlossen. Dies stehe "nicht zur Debatte", betonte sie am Montag nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. "Wir haben über verschiedene Themen gesprochen, darunter Sicherheit unter Wahrung unserer Souveränität, die Eindämmung des Drogenhandels sowie Handel und Investitionen", fügte sie hinzu.

Trump hatte am Donnerstag Einsätze des US-Militärs gegen mutmaßliche Drogenkartelle in Mexiko angekündigt. Seit September haben die USA mehr als hundert Menschen bei Angriffen auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik und in der Karibik getötet. Anfang Januar ordnete Trump einen Militäreinsatz in Venezuela an, um Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen zu nehmen. Maduro sitzt nun in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Mexiko hatte im vergangenen Jahr dutzende Drogenbosse an die USA ausgeliefert und die Zusammenarbeit an der gemeinsamen Grenze verstärkt. Sheinbaum verwies in ihrem Telefonat mit Trump auf die Fortschritte im Kampf gegen den Drogenhandel in Mexiko. Der Schmuggel von Fentanyl in die USA sei um "50 Prozent zurückgegangen", sagte sie.

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Erstellt:
12. Januar 2026, 20:34 Uhr

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