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„Das Blasorchester hat großes Potenzial“

Jozsef Luczek, neuer musikalischer Leiter beim Musikverein Stadtkapelle Murrhardt, hat viel vor mit der großen Formation. Zurzeit proben alle Aktiven und auch die Jugendstadtkapelle fleißig für das Herbstkonzert am kommenden Sonntag, 13. November.

Der neue musikalische Leiter der Stadtkapelle Jozsef Luczek bei einer Probe mit dem Blasorchester. Foto: Elisabeth Klaper

Der neue musikalische Leiter der Stadtkapelle Jozsef Luczek bei einer Probe mit dem Blasorchester. Foto: Elisabeth Klaper

Von Elisabeth Klaper

Murrhardt. Seit September geht’s in den Proben des Blasorchesters des Musikvereins Stadtkapelle zur Sache, denn der neue musikalische Leiter Jozsef Luczek fordert die Musikerinnen und Musiker ordentlich. Mit Erfolg: Alle sind konzentriert und engagiert, das Spiel klingt harmonisch beeindruckend voll und melodisch präzise, auch ist rhythmisch viel Schwung drin. „Mir sind musikpädagogische Aspekte, Klang und Rhythmus wichtig, auch geht es mir darum, die verschiedenen Register, sprich Instrumentengruppen zu verbessern und das Blasorchester musikalisch weiterzuentwickeln, das sich in der Oberstufe etablieren will“, erläutert der Dirigent seine Ziele und Schwerpunkte. „Die Voraussetzungen dafür sind gut“, findet der gebürtige Ungar, dessen Schwerpunkte die klassische, traditionelle und sinfonische Blasmusik sind.

Er beurteilt den Musikverein und dessen Blasorchester sehr positiv: „Es ist groß und gut ausgebaut, verfügt über großes Potenzial, hat viele gute Qualitäten und eine gute Altersstruktur und mit den Aktiven kann man gut arbeiten und viel erreichen.“ Insofern „sind alle Voraussetzungen für die musikalische Weiterentwicklung und erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben“ gegeben, sagt Luczek, der auch die gute Jugendarbeit des Musikvereins lobt.

Nun hat der musikalische Leiter vor, das gesamte Spiel des Blasorchesters gezielt zu verbessern und dafür Werke mit Schwierigkeiten auszuwählen, an denen Einzelne und Gruppe wachsen können. Wichtig ist ihm auch, daran zu arbeiten, dass Werke aus unterschiedlichen Stilrichtungen auch entsprechend verschiedenartig zum Ausdruck gebracht werden. Zudem „gibt es einige sehr gute jugendliche und erwachsene Musikerinnen und Musiker“, die Luczek fördern und weiterentwickeln möchte, damit sie Soloauftritte präsentieren können. „Die Musiker des Blasorchesters sind flexibel, haben ihr Herz an der richtigen Stelle und sind auf einem guten Weg. Jetzt gilt: Immer Vollgas geben, Spaß haben und nie aufgeben“, betont der Dirigent.

Stefan Eitel, Vorsitzender des Bereichs Musik, berichtet: „Wir hatten drei Bewerber eingeladen zu Probedirigaten, die Wahl des Dirigentenfindungsteams aus sechs Aktiven des Blasorchesters fiel einstimmig auf Jozsef Luzcek. Er hat bei den verschiedenen Bewertungskriterien wie Ausbildung, Vorstellung der musikalischen Arbeit, Perspektiven und Persönlichkeit die meisten Punkte erzielt. Auch die Meinungen der Blasorchestermitglieder sind durchweg positiv: Wir sind froh, wieder einen musikalisch sehr gut zu uns passenden Dirigenten gefunden zu haben.“ Indes ist Jozsef Luczek nur fürs Blasorchester zuständig und unterrichtet nicht in der vereinseigenen Musikschule.

Er hatte im Internet die Stellenausschreibung gefunden und sich beworben: „Eine Musikerin des Musikvereins Spiegelberg, bei dem ich bis September Dirigent war, hat mir den Musikverein Stadtkapelle empfohlen“, erklärt er. Als Trompetenlehrer ist er an mehreren Musikschulen wie Marbach am Neckar und Markgröningen tätig, zudem ist er Dirigent bei mehreren Musikvereinen wie jenem von Sachsenheim im Kreis Ludwigsburg. Mit neun Jahren begann er an der Musikschule Barcs Trompete zu lernen und besuchte das Leo-Weiner-Musikgymnasium in Budapest. Nach dem Abitur studierte er in Mannheim, Mainz und Zürich Musik im Hauptfach Trompete, erwarb ein Lehrdiplom Klassik und ein Master-Performance-Diplom mit Schwerpunkt Orchester. Als Nebenfach studierte Jozsef Luczek Dirigieren bei Professor Marc Kissoczy in Zürich, zudem wirkte er in verschiedenen Orchestern mit.

„Die Probe läuft anders als bisher ab: Nun geht es um freies Blasen und gute Klangarbeit, wobei alle Instrumente voll erklingen dürfen. Dabei sind die Musikerinnen und Musiker körperlich stark gefordert, beim Herbstkonzert werden die Besucherinnen und Besucher den Klangunterschied hören“, verdeutlicht Stefan Eitel. Vorstandsteam und Aktive hoffen, dass es wieder wie vor der Coronapandemie ablaufen kann, mit Getränken und kleinen Imbissen in der Pause.

Das Programm eröffnet die Jugendstadtkapelle, die Jugendleiter Kevin Perri dirigiert. Sie präsentiert konzertante, moderne und bekannte Werke aus Film und Musical. Hinzu kommen zwei Stücke, die rund 30 Blockflötenkinder spielen, begleitet von der Jugendstadtkapelle. Die Mädchen und Jungen werden teils von Naemi Leupert in der vereinseigenen Jugendmusikschule, teils von Andrea Eitel im Rahmen der Kooperation mit der Hörschbachschule unterrichtet. Das Blasorchester wird eine gute Mischung aus klassischen und modernen Werken präsentieren, unter anderem Antonin Dvóraks Slawischen Tanz Nr. 10, die Suite „Drei Türme“ von Marc Jeanborquin, Astor Piazzollas „Oblivion“ sowie Tophits der kalifornischen Popgruppe Toto aus den 1980er-Jahren.

Das Jugendorchester bei seinem Probenwochenende in Lorch.

Das Jugendorchester bei seinem Probenwochenende in Lorch.

Das Blasorchester hat sich in Creglingen getroffen, um noch mal intensiv alles durchzuspielen. Fotos: Stadtkapelle Murrhardt

Das Blasorchester hat sich in Creglingen getroffen, um noch mal intensiv alles durchzuspielen. Fotos: Stadtkapelle Murrhardt

Karten fürs Konzert

Tickets Das Herbstkonzert des Musikvereins Stadtkapelle am Sonntag, 13. November, beginnt um 18 Uhr in der Festhalle, Einlass ist ab 17 Uhr. Die Konzertkarten können im Vorverkauf bei der Buchhandlung BücherABC, der Esso-Tankstelle und Kathrin’s Lotto-Lädle erworben werden.

Vorbereitung Die Jugendkapelle hat sich auf einem Probenwochenende im Waldheim in Lorch vorbereitet. Es standen intensive Registerproben mit Coaches aus dem Blasorchester auf dem Programm, aber auch das Miteinander kam bei Spielen, Aktionen, einer Nachtwanderung und einem Filmabend (Musicalfilm passend zu einem Stück am Konzert) nicht zu kurz. Jugenddirigent Kevin Perri sagt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Probenfortschritt. Wir hatten zwei tolle Tage, bei denen die Gruppe zusammengewachsen ist. Alle freuen sich auf das anstehende Herbstkonzert.“ Genauso hat sich das Blasorchester vor Kurzem zu einem Vorbereitungswochenende in Creglingen getroffen, um sich für das Event am Sonntag warmzulaufen.

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Erstellt:
9. November 2022, 06:00 Uhr

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