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Das größte Projekt der letzten zehn Jahre

Auf dem Areal am Stadtgarten wird mit einem symbolischen Spatenstich der Baubeginn der neuen Turnhalle in Murrhardt eingeleitet. Das Bauwerk soll künftig den Schülern der beiden dortigen Einrichtungen und den Vereinen für ihre sportlichen Betätigungen dienen.

Spatenstich im Stadtgarten: Zum offiziellen Baubeginn der neuen Murrhardter Turnhalle lassen die Ehrengäste symbolisch den Sand fliegen. Fotos: A. Becher

© Alexander Becher

Spatenstich im Stadtgarten: Zum offiziellen Baubeginn der neuen Murrhardter Turnhalle lassen die Ehrengäste symbolisch den Sand fliegen. Fotos: A. Becher

Von Bernhard Romanowski

Murrhardt. Von den Temperaturen her wären den Gästen sicher warme Mützen lieber gewesen. Bei einem Spatenstich zum offiziellen Baubeginn sind aber nun einmal Bauhelme gute Tradition für das obligatorische Gruppenbild. Doch auch mit gelber Kopfbedeckung machten am Freitagnachmittag auf dem Areal der Walterichschule und der Herzog-Christoph-Schule alle eine gute Figur und freuten sich, dass es nun endlich losgeht mit dem Bau der neuen Turnhalle im Stadtgarten.

Umso erfreuter zeigte sich Bürgermeister Armin Mößner, dort doch noch eine ganze Reihe Gäste zu der kleinen Feierstunde begrüßen zu können. Neben seinen Verwaltungsmitarbeiten konnte der Schultes neben Vertretern aus Gesellschaft und Politik der Region unter anderem die Schulrektoren Martina Mayer und Carsten Gehring sowie Wilfried Borchers begrüßen. Letzterer war in seiner Funktion als Vorsitzender des Preisgerichts für den Architektenwettbewerb angereist, der im Vorfeld des Baubeginns durchgeführt worden war. So waren denn auch Vertreter des siegreichen Planungsbüros D’Inka – Scheible – Hoffmann zugegen.

Dass nunmehr eine lange Planungs- und Vorbereitungszeit zu Ende gehe, gab Bürgermeister Mößner gleich zu Beginn seiner Rede zu verstehen. „Viele Gründe waren dafür ausschlaggebend, dass die Geduld der Vereine, der Schulen und der Bürgerschaft insgesamt so sehr in Anspruch genommen worden ist“, so der Murrhardter Rathauschef. Für ebendiese Langmut dankte Mößner allen Beteiligten sehr.

Nun aber werde eine Turnhalle dort entstehen, die sowohl den Schülern wie auch den Vereinen alle zeitgemäßen Möglichkeiten bieten soll, um sich sportlich zu betätigen. Zwei Gruppen werden nach Fertigstellung des Bauwerks dort Sport treiben können. Die Halle wird in zwei Hälften teilbar sein, soll aber nur als Trainingsstätte dienen und nicht für den Wettkampfbetrieb genutzt werden. Letzterer bleibt weiterhin der Trauzenbachhalle vorbehalten.

Zeitgemäße Energieeffizienzkriterien und aktuelle Anforderungen des Klimaschutzes betreffend sei man „gut unterwegs, wir brauchen uns in den aktuellen Klimadebatten nicht zu verstecken“, betonte der Bürgermeister. Die Halle wird über die Fernwärme beheizt und bekommt eine Solaranlage für den Stromverbrauch. „Auch wird einiges an Holz verbaut, was als Werkstoff ebenfalls dem Klimaschutz dient, nämlich durch die CO2-Speicherung von Holz und seiner Eigenschaft als nachwachsender Rohstoff“, führte Mößner aus. Die neue Halle werde für eine deutliche Aufwertung des Schulgeländes sorgen und sich „wunderbar in den Campus einfügen“. Die alte Halle wird abgerissen, was den Vorteil bringt, dass der gewonnene Platz dann für größere Veranstaltungen in der Festhalle als Parkplatz genutzt werden kann.

Da es sich laut Schultes um die vom Planungsvolumen und den Baukosten her größte Baumaßnahme der Stadt seit rund zehn Jahren handle, dankte Mößner insbesondere auch dem Gemeinderat für seinen Mut, ein solches Projekt mit diesem Umfang anzupacken und auf den Weg zu bringen. Die Gesamtkosten werden nach derzeitigem Stand mit 4,9 Millionen Euro inklusive Abriss der alten Halle beziffert. Aus verschiedenen Fördertöpfen fließen dazu knapp zwei Millionen Euro nach Murrhardt.

Ihre Freude über den Baubeginn der Halle brachte auch die Rektorin der Walterichschule zum Ausdruck. Zum Sportprofil ihrer Einrichtung habe die alte Halle nicht mehr gepasst. Angesichts erweiterter Betreuungszeiten und gestiegener Klassen- und Schülerzahlen und einem Ganztagsbetrieb an vier Tagen in der Woche begrüßt Mayer den Hallenbau sehr. Auch alle anderen Nutzer profitieren ihr zufolge davon, denn: „Alle Bereiche brauchen die Bewegung.“ In diesem Sinne äußerte sich auch Norgat Trefz vom TV Murrhardt, die namens aller Murrhardter Vereine einen Segenswunsch für einen guten Verlauf des Bauprojekts aussprach.

Bürgermeister Armin Mößner lässt in seiner Rede die Projektstationen Revue passieren.

© Alexander Becher

Bürgermeister Armin Mößner lässt in seiner Rede die Projektstationen Revue passieren.

Projekt mit langem Vorlauf

Bedarfsanalyse „Der Bedarf einer zweiten Feldhalle in Murrhardt ist gegeben“, so lautete das Ergebnis einer Bedarfsanalyse, die von Februar bis Mai 2014 durchgeführt worden war. Weitere Stationen des Projekts:

September 2014: Festlegung des Standorts durch den Gemeinderat

April 2015: Besichtigung diverser Sporthallen durch die Gemeinderäte

Mai 2015 bis März 2016: Erstellung des Raumkonzepts und Vorbereitung eines Architektenwettbewerbs

März 2017: Vorstellung des Siegerentwurfs mit Baukosten in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro

Juni 2017: Vergabe der Planungsaufträge an Architekt, Statiker, Vermesser und Geologen

Dezember 2017: Einreichung des Förderantrags

Februar bis April 2018: Weitere Optimierung und Kostenreduzierung durch Architekten

Februar 2020: Beschluss der notwendigen Ergänzungssatzung und Schaffung der Flutmulde

Genehmigung durch untere Baurechtsbehörde der Stadt Murrhardt

Die Fertigstellung ist für den Herbst 2023 avisiert

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Erstellt:
13. November 2021, 06:00 Uhr

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